“Bei uns kristallisiert sich die DVD mehr und mehr als Umsatzbringer heraus“, stellt Bernhard Rössle, CEO Records Department bei in-akustik, im Gespräch mit musikwoche.de fest. So machte die DVD Ende Mai diesen Jahres bereits einen Anteil von 17 Prozent am Software- und Tonträgerumsatz bei der Firma aus, die bis Ende des Jahres diese Zahl auf 25 Prozent steigern will.
Rössle begründet diesen hohen Anteil damit, dass in-akustik CDs oft nur deutschlandweit lizenziert hat, während bei den DVD-Titeln europaweite und mitunter weltweite Auswertungsrechte vorliegen. „Auf Deutschland alleine bezogen würden sich sicherlich etwas niedrigere Zahlen ergeben, aber die DVD-Umsätze generieren dennoch einen beträchtlichen Anteil“, so Rössle.
1999 erschien die erste DVD des baden-württembergischen Unternehmens, ein Jahr später erzielte in-akustik durch zehn Folgen mit Musik aus dem „Beat Club“ Aufmerksamkeit. Bis zum August veröffentlichten Rössle und sein Team 61 Video-DVDs und fünf Audio-DVDs. „DVD-Audio spielt für uns jedoch keine große Rolle und läuft nur über Zulieferer.
Ein Versuch mit parallelen Veröffentlichungen auf CD, SACD und DVD-Audio ergab höhere SACD- als DVD-Audio-Verkaufszahlen. Aber beide bewegen sich noch in bescheidenen Größenordnungen“, erläutert Rössle. Größere Absatzzahlen rechnet sich die Firma mit ihren neuen DVDs aus der einstigen SWR-Fernsehsendung „Ohne Filter“ aus. Bislang erschienen Konzerte von Joe Cocker, Marcus Miller und Walter Trout, demnächst stehen acht weitere „Ohne Filter“-Titel an: Eine CD zeigt unter anderem einen der letzten Auftritte von Curtis Mayfield vor seinem Bühnenunfall 1990. Eine neue DVD-Reihe präsentiert im Herbst Mitschnitte aus dem „Musikladen“, der Nachfolge-Show des „Beat Club“.
„Für uns bildet die DVD eine wichtige Ergänzung zum Vertriebsrepertoire, ein Massenprodukt und ein Datenträger, der immer stärker wächst“, meint Bernhard Rössle. „Wir werden unseren DVD-Anteil sukzessiv ausbauen.“


