Das Konzept der DVD Street, das die Musik Komm. gemeinsam mit der Postsdamer DVD-Produktionsfirma MAWA Film & Medien entwickelte, ging auf. Im vergangenen Jahr mischten sieben Aussteller bei der DVD Arena mit, diesmal sind es zwei mehr: die Duplizierer DOCdata Germany/Berlin Optical Disc, kdg mediatech und die Edelweiss Optical Disc GmbH, die DVD-Studios Imagion, mediacs, Syrinx music & Media, die Plattenfirma in-akustik, die Produktionsfirma Mawa Film & Medien sowie der DVD-Anbieter Universal Pictures. Im übrigen Messebereich finden sich zudem unter anderem Sonopress, cinram, Kinowelt Home Entertainment und Warner Vision.
„Dies zeigt deutlich, dass das Konzept, eine Branche durch Sonderaktionen oder spezielle Aktionen wie die DVD Street an eine Veranstaltung heranzuführen, Sinn macht“, meint Daniel Heerdmann, Produktmanagment Musik-DVDs bei Mawa, im Gespräch mit musikwoche.de. „Es ist sehr wichtig auf einer Veranstaltung wie der Popkomm. neben den inhaltlichen Trends auch den State of the Art in den für die Branche relevanten Technologien darzustellen“, sagt Heerdmann. So untersucht die DVD Street, wie vielseitig eine DVD ist, welche Kosten eine gute Produktion verlangt, wohin die Trends zielen, was ein Künstler und was ein Label will. Am 16. August findet in der DVD Street das Panel „Die DVD für die Musikindustrie – Alle Chancen erkannt?“ statt, das um das Spannungsfeld von DVD-Video und DVD-Audio zwischen Möglichkeiten und Kosten kreisen wird. Weiteres Thema bei der Gesprächsrunde ist die Debatte, ob die DVD „Heilsbringer der Branche oder ein teures Nischenprodukt“ ist und wie Firmen Technologien wie High Resolution, Surround Sound und Multiangle sinnvoll sowie kosteneffektiv einsetzen können.
Dies hat auch Bernhard Rössle, Geschäftsleitung Tonträger bei in-akustik, auf die DVD Street gelockt: „Wir haben uns für einen eigenen Stand entschieden, weil der DVD-Anteil stetig steigt. Im Software-Bereich erwirtschaften wir 17 Prozent mit DVD, bis Ende 2001 soll der Anteil auf 25 Prozent anwachsen.“ Rössle erwartet außerdem „neben vielen interessanten Gesprächen vor allem, weitere nichteuropäische Unternehmen für den Vertrieb zu gewinnen.‘



