Die Entertainmentfirma CKX Inc. soll reprivatisiert werden. Die Unternehmensführung um CEO Robert F.X. Sillerman und Director Simon Fuller, dem Gründer von 19 Entertainment und Erfinder des Castingformats „Pop Idol“ („Deutschland sucht den Superstar“), will CKX für 1,3 Mrd. Dollar von der Nasdaq wegkaufen und danach Elvis-Presley-Casinos eröffnen. Den Aktionären sollen 13,75 Dollar pro Anteilsschein geboten werden und eine Beteiligung an der Sillerman-Firma FX Luxury Realty.
Dieses Unternehmen plant die Errichtung von wie Themenparks gestalteten Casinos in Las Vegas rund um die Markenidentitäten von Elvis Presley und Muhammed Ali. CKX hatte sich im Dezember 2004 85 Prozent der Elvis Presley Enterprises (EPE) gesichert und im März 2005 für rund 200 Mio. Dollar 19 Entertainment übernommen. Über EPE übt CKX die Kontrolle über sämtliche kommerziellen Nutzungen der Marke und des Namens Elvis Presley aus, betreibt das Graceland Museum und profitiert von den Umsätzen aus TV- und Filmrechten und Teilen der Musikaufnahmen Presleys.
Mit rund 42 Mio. Dollar Einnahmen pro Jahr muss sich Elvis unter den toten Rockern nur Kurt Cobain geschlagen geben. EPE wird auf einen Wert von rund 600 Mio. Dollar geschätzt. Man habe nun gut zwei Jahre lang seine Zukäufe weiterentwickelt und sei inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass mit einer Ausdehnung ins Immobiliengeschäft künftig am meisten Gewinn zu machen sei, erklärte Sillerman.
Sollte der Deal wie geplant über die Bühne gehen, würde den jetzigen CKX-Aktionären dann ein Viertel von FX Luxury Realty gehören. Dieses Unternehmen will Sillerman dann erneut an die Börse bringen und den IPO-Erlös in die Expansion stecken. Dass er etwas vom Unterhaltungsgewerbe und von Finanzdeals versteht, hat Sillerman in der Vergangenheit schon öfter bewiesen. In den 90er-Jahren schuf er durch gezielte Übernahmen den Veranstaltungsriesen SFX Entertainment, den er im Jahr 2000 für vier Mrd. Dollar an Clear Channel verkaufte. Heute heißt das Unternehmen Live Nation.



