Weil es der Downloadshop von Yahoo! geschafft hatte, ein Major-Album ganz ohne DRM verkaufen zu dürfen, erhielt die Veröffentlichung von Jesse McCartneys neuem Werk zuletzt viel Aufmerksamkeit in den US-Medien. Viel gebracht hat es dennoch nicht. „Right Where You Want Me“ steigt mit 52.000 verkauften Exemplaren in der ersten Woche nach VÖ auf Rang 14 der aktuellen US-Charts ein. Und nur sechs Prozent der Verkäufe – also rund 3120 Einheiten – gingen auf das Konto von Downloads.
Wenn man bedenkt, dass Yahoo! Music am gesamten US-Digitalgeschäft einen Anteil von nur gut einem Prozent hat, dann hieße das: ganze 32 verkaufte Downloadalben bei Yahoo. Unklar ist, ob das dürftige Ergebnis nun an der ohnehin mangelnden Zugkraft dieses Downloadshops liegt, an der Attraktivität des Albums oder an den leichter zu verbreitenden ungeschützten MP3-Files.
Da lohnt sich ein Vergleich mit den Verkaufsdetails der Barenaked Ladies. Die kanadische Band, die mit der als onlinefreundlich bekannten Firma Nettwerk Music Group arbeitet, stieg in der Vorwoche mit 36.735 verkauften Einheiten von „Barenaked Ladies Are Me“ auf Rang 17 der US-Charts ein. Knapp 35 Prozent dieser Verkäufe erfolgten als Albumdownloads in den diversen Shops – auch in solchen, die wie eMusic auf den Einsatz von DRM verzichten.
Damit nahm die Band laut Nettwerk-Chef Terry McBride brutto rund 161.000 Dollar ein. Dazu kamen weitere 59.000 Dollar Umsatz aus dem Verkauf anderer digitaler Formate – das Barenaked-Ladies-Album erschien z.B. auch auf USB-Sticks. In jener Woche stand die Band damit auf Platz vier der US-Downloadhitliste.



