Einen festen Plan verfolgte Trost für ihr zweites Soloalbum erst einmal nicht: „Als wir Ende 2004 in Australien auf Tour waren, hatte ich ein paar eigene Songs vorbereitet, weil ich wollte, dass Tom Carlyon, der Gitarrist der Band The Devastations, ein paar Gitarrenspuren draufspielt. In Melbourne gingen wir dann ins Studio, und alles hörte sich plötzlich genauso an, wie ich mir das schon immer vorgestellt hatte.“ Im März 2005 reiste Trost dann noch einmal nach Australien, um weiter an der Platte zu arbeiten. „Es gibt einfach Dinge im Leben, die man allein machen muss“, erklärt sie selbstbewusst. „Da ich nicht unter Ideenarmut leide, war es für mich nicht schwierig, genug Songs für dieses Album zu schreiben. Wenn ich alle meine Ideen umsetzen wollte, bräuchte ich wohl drei Leben.“ Bei Trost geht es in erster Linie um „Zustände, in die ich gerate, wenn ich allein zu Hause bin“.
Dreisprachige Lieder mit doppeltem Boden
Annika Line Trost alias Trost, die auch als Sängerin und Gitarristin der Band Cobra Killer aktiv ist, sorgte bereits mit ihrem 2002 veröffentlichten gleichnamigen ersten Soloalbum für Aufsehen. Auf „Trust Me“ (Four Music/Sony BMG Domestic Berlin/Sony BMG) überzeugt sie mit eigenwilligen Songs abseits aller Konventionen.



