Als bester Film wird „Dreamgirls“ nicht aus dem diesjährigen Rennen um die Oscars hervorgehen – das steht seit gestern fest. Immerhin hat die Motion Picture Academy das Werk mit acht Nominierungen bedacht, doch nicht in der Königsklasse. Dafür ist der Musicalfilm, dessen Soundtrack seit zwei Wochen die US-Charts anführt, in den Musikkategorien besonders stark vertreten.
Gleich drei Songs aus „Dreamgirls“ sind für den Oscar in der Sparte „Bester Song“ nominiert. Und bei allen drei Titeln stammt die Musik aus der Feder von Henry Krieger. Bei „Listen“ half ihm Scott Cutler und Anne Preven steuerte den Text bei. „Patience“ und „Love You I Do“ komponierte Krieger alleine, die Texte verfassten Willie Reale bzw. Siedah Garrett.
Die zwei einzigen Konkurrenten für die „Dreamgirls“-Songs in dieser Oscar-Kategorie sind Randy Newman, der „Our Town“ für den Pixar-Film „Cars“ schrieb und sang, sowie Melissa Etheridge mit ihrem „I Need To Wake Up“, das Al Gore’s Klimaerwärmungs-Doku „An Inconvenient Truth“ musikalisch untermalt.
In der Sparte „Bester Score“ macht sich der Franzose Alexandre Desplat nach seinem Erfolg bei den Golden Globes nun auch Hoffnungen auf einen Oscar für seine Filmmusik zu „The Queen“. Die größte Überraschung in dieser Kategorie dürfte indes sein, dass diesmal weder Hans Zimmer noch Danny Elfman oder John Williams gesetzt wurden. Im Rennen sind nämlich noch: Vorjahressieger Gustavo Santaolalla („Babel“), Thomas Newman („The Good German“), Javier Navarrete („Pan’s Labyrinth“) und Philip Glass („Notes On A Scandal“).
Die Verleihung der Oscars findet in diesem Jahr am 25. Februar wie gewohnt in Los Angeles statt.



