Dass die Amerikaner in der ersten Verkaufswoche nach dem Jahreswechsel andere Dinge als den Kauf von CDs im Sinn hatten, zeigen die aktuellen Verkaufszahlen. Von der Flaute im US-Handel profitierte ein Soundtrack. Die Musik zum erfolgreich angelaufenen Film „Dreamgirls“ klettert von Rang drei auf den Charts-Thron, obwohl sie mit 66.000 verkauften Einheiten mehr als ein Drittel weniger verkaufte als in der Vorwoche.
Damit ist das Album mit Beiträgen von Beyoncé, Jamie Foxx, Eddie Murphy, Danny Glover, Jennifer Hudson und Anika None Rose zwar der erste Soundtrack, der es in den USA seit „O Brother, Where Art Thou?“ (2002) an die Spitze schafft, aber gleichzeitig ist dies das schwächste Wochenergebnis, das je für Rang eins gereicht hat. In der Woche bis zum 7. Januar mussten alle Top-Ten-Alben bei den Verkäufen Rückgänge von durchschnittlich einem Drittel verkraften.
Insgesamt setzte der Handel zum Jahresanfang nur 8,34 Millionen Alben ab – 35 Prozent weniger als in der letzten Woche 2006 und 22 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Vorjahres. Unter diesen Voraussetzungen qualifiziert sich Akon mit nur 64.000 Verkäufen von „Konvicted“ für die zweite Position, Chris Daughtry führt „Daughtry“ mit 56.000 CDs von der Elf zurück auf die Drei und Justin Timberlake klettert nach 52.000 Verkäufen von „FutureSex/LoveSounds“ von acht auf vier.
4000 Stück weniger reichen der Hitkopplung „Now! 23“ für Rang fünf, Disneys Soundtrack zu „Hannah Montana“ reiht sich mit 46.000 Kopien dahinter ein und bleibt damit 1000 Exemplare vor Young Jeezys „The Inspiration“ und 1200 verkaufte Alben vor Nas und „Hip Hop Is Dead“. Die neunte Stelle sichern sich die The Beatles mit „Love“ (44.000), der Spitzenreiter der vergangenen Woche – „21“ von Omarion – fällt indes an die zehnte Stelle (42.000).
Einziger Neueinsteiger unter den ersten 50 ist in dieser Woche Carly Simon, die von „Into White“ 40.000 Kopien absetzte und Rang 15 belegt.



