Musik

Downloadshops holen gegenüber P2Ps auf

Der Wettstreit legaler Downloadverkäufer mit P2P-Anwendungen ist nicht aussichtslos. Die Marktforschungsfirma NPD hat herausgefunden, dass die Anziehungskraft des iTunes Music Store in den USA nur noch von wenigen P2Ps übertroffen wird. In Europa sieht das Bild jedoch noch anders aus.

Der Wettstreit legaler Downloadverkäufer mit P2P-Anwendungen ist nicht aussichtslos. Die Marktforscher der NPD Group haben herausgefunden, dass die Anziehungskraft des iTunes Music Store in den USA nur noch von wenigen P2Ps übertroffen wird. Im März hätten 1,7 Mio. US-Haushalte mindestens einen Song im Downloadshop von Apple gekauft. Damit liegt iTunes laut NPD bei der Nutzerschar gleichauf mit der Filesharingsoftware LimeWire. Nur das P2P-System WinMX habe im März mit 2,1 Mio. Haushalten mehr Zulauf gehabt. Dies belege, dass iTunes bei Onlinemusikfans beliebter ist als die meisten P2P-Anwendungen, erklärte NPD-President Ross Crupnick.

Einen Schwachpunkt hat die NPD-Studie allerdings: Die P2P-Systeme Overpeer (eMule, eDonkey) und BitTorrent wurden im Vergleich nicht berücksichtigt. Dennoch können sich auch andere Downloadhändler Hoffnungen machen: Napster rangiert in der NPD-Statistik an siebter, RealNetworks an neunter Stelle.

In Europa sieht das Bild jedoch noch ein wenig anders aus: Laut den neuesten Erkenntnissen von Jupiter Research bleibt P2P bei Musikfans in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Schweden und Italien die wichtigste Bezugsquelle für Songfiles. 15 Prozent der Nutzer in diesen Ländern versorgten sich regelmäßig über die Filesharingnetzwerke. In Spanien liegt der Anteil der P2P-Selbstversorger dabei mit 26 Prozent der Onlinenutzer am höchsten.

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