Also gut. Dann tippe ich mal die Internetadresse www.phonoline.de ein – und siehe da: Ich lande auf einer übersichtlichen Seite, auf der ich keine Musik kaufen kann. Ist ja auch logisch: Bei Phonoline direkt gibt es die Musik auch nicht.
Immerhin sehe ich sofort, wer mich beraten kann, falls ich selbst einen Shop aufmachen will, und ich kriege bei Bedarf den Link zur T-Com, die mir alle nötigen Detailinformationen für meinen eigenen Downloadshop übersichtlich erläutert.
Aber ich will ja eigentlich nur Musik kaufen, nicht verkaufen. Da habe ich bislang auf der Phonoline-Plattform die freie Wahl zwischen popfile.de und eventim-music.de. Popfile muss jetzt mal nicht sein; als Universal-Shop hat die Seite nur ein begrenztes Programm im Angebot, und trotz einer gründlichen Überarbeitung macht sie immer noch nicht wirklich an.
Ohne Client läuft nix
Also klicken wir mal weiter zu www.eventim-music.de – und da wird’s jetzt ernst. Die Seite ich schlicht und übersichtlich gestaltet, und das war bestimmt auch Absicht. Man findet sich jedenfalls leicht zurecht. Aus dem Dropdown-Menü kann man Genres, Künstler, neueste Titel oder Alben, Top Download Charts oder Free Downloads auswählen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Volltextsuche.
Für die Nutzung des Dienstes ist der kostenlose Client „My-Playlist“ erforderlich, der heruntergeladen und installiert werden muss. Dieser Client ist ein Downloadmanager, der auch Tracks abspielen kann. Das Angebot entspricht ungefähr demjenigen der Mitbewerber, hat aber noch Lücken. Natürlich hat jeder seine eigenen Spezialitäten, die er in so einem Laden sucht – für mich zählen Max Raabe, Desireless, Paul Mauriat, die Hansons oder Teach-In dazu.
Leider findet sich von diesen Künstlern nichts im Shop. Das kann sich allerdings schnell ändern. Jamiroquai zum Beispiel war beim ersten Test nur mit einem Sammelalbum vertreten, zehn Tage später bekomme ich auf meine erneute Suchanfrage 45 Treffer. Und immerhin gibt es mit allen Tracks des Albums „Paradize“ von Indochine eine Spezialität aus Frankreich im Shop.
Guckst du lieber überall
Dieses Beispiel verdeutlicht, dass das Repertoirespektrum je nach Lieferant unterschiedlich breit ausfällt: Über T-Com hat Sony Music die aktuellen Indochine-Tracks (allerdings nicht die brandaktuellen des Live-Albums „3.6.3„) an eventim.music lizenziert. Auf dem Musikdownloadshop von MediaMarkt hingegen fehlen diese Tracks noch, weil Sony sie nicht freigegeben hat. Dafür gibt es bei MediaOnline alle Indochine-Oldies aus deren BMG-Zeit, also aus den Achtzigern und frühen Neunzigern. Die wiederum fehlen bei Phonoline.
Tja, mir scheint, das Superkaufhaus habe ich noch immer nicht gefunden; es gibt auf Seiten der Anbieter noch viel zu tun. Aber trotzdem finde ich genug Tracks zum Kaufen und begebe mich zur Kasse. Als Zahlungsmöglichkeiten werden mir angeboten:
T-Pay Prepaid Micromoney: Man besorgt sich eine Micro-Money-Karte von T-Pay und bezahlt über sie den Rechnungsbetrag T-Pay Prepaid: Bezahlen über die Telefonrechnung, per Lastschrift oder Kreditkarte Firstgate Click&Buy
Wenn ich per Kreditkarte zahlen will, muss ich mich anmelden und ein paar Tage auf den Freischaltungsschlüssel warten. Wenn ich nicht warten will, muss ich über Firstgate zahlen, und das hat auch funktioniert. Nach dem Zahlungsvorgang wechselt man wieder zum Warenkorb und bestätigt das Herunterladen, das auch gleich startet.
Brennen erlaubt
Die Tracks werden in einem proprietären „L3P“-Format gespeichert. Allerdings kann der Player sie ins WMA-Format exportieren. Brennen auf CD beherrscht der My-Playlist-Client zwar auch, nach dem Export kann man das aber ebenso den Windows Media Player machen lassen.
So, und zum Schluss brenne ich mir eine CD mit den legal erworbenen Tracks. Die hat inzwischen den Praxistest bestanden: Sie läuft auf allen Playern, im Wohnzimmer wie auch im Auto. Und vielleicht wird ja doch noch alles gut.


