Musik

Dossier: Privatauftritte von Stars

Vom Boom im Livegeschäft profitiert auch eine Sparte, die meist im Verborgenen blüht, die aber dennoch sehr lukrativ sein kann. Denn immer wieder lassen sich hochkarätige Künstler für fürstliche Gagen dazu verpflichten, bei Firmen- und Privatveranstaltungen aufzutreten. Die Vermittlung übernehmen dabei oft Spezialagenturen.

Das VIP-System bei der Vermarktung von Konzertkarten ist im Grunde nichts Neues. Wer ein paar hundert Euro auf den Tisch legt, sichert sich einen Platz in der VIPLounge und vielleicht noch einige alkoholische Getränke dazu. Wer dann noch ein paar Scheinchen drauflegt, bekommt unter Umständen noch einen feuchten Händedruck vom Künstler, wenn dieser auf dem Weg zum Auftritt kurz noch bei den besonderen Gästen vorbeischaut. Oder man darf direkt auf der Bühne Platz nehmen – wie bei der letzten Tournee der Rolling Stones, als betuchte Fans eine sogenannte „Onstage Experience“ buchen konnten. Allerdings kann man darüber streiten, ob Plätze in den hinteren Bühnenaufbauten, die vor allem einen exzellenten Blick auf die Hinterköpfe der Musiker zuließen, wirklich zur VIP-Philosophie passen. Da wäre es vielleicht doch besser, die Stones spielten gleich bei der Geburtstags-, Hochzeits- oder Betriebsparty. Das dachte sich wohl auch die Deutsche Bank, die für eine unbestätigte Gage von vier Millionen Euro die Band, die 1968 immerhin den „Street Fighting Man“ glorifiziert hatte, im Juli für eine Firmenveran-

Neugierig?

Jetzt als Abonnent anmelden und weiterlesen.

Du hast noch kein Abo? Dann hol dir jetzt das Digitalabo für nur 39,90 Euro pro Monat.

Anmelden