Musik

Donaueschinger Musiktage fast ausverkauft

Die Donaueschinger Musiktage (14.-18. Oktober), das weltweit wichtigste Forum für Neue Musik, sind bereits drei Wochen vor ihrem Start fast ausverkauft. Für einzelne Veranstaltungen sind nur noch wenige Restkarten erhältlich.

Die Donaueschinger Musiktage, das weltweit wichtigste Forum für Neue Musik, sind bereits drei Wochen vor ihrem Start fast ausverkauft. Für einzelne Veranstaltungen sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Vom 14. bis zum 16. Oktober werden in Donaueschingen insgesamt 18 Uraufführungen und zwei deutsche Erstaufführungen von Komponisten aus elf Nationen zu hören sein. Traditionell sind alle Werke im Auftrag des SWR entstanden.

Einer der Höhepunkte des Festivals ist in diesem Jahr eine Koproduktion von zwei Schweizer Künstlern, interpretiert von einem österreichischen und einem deutschen Ensemble: Das Hörtheater „FAMA“ von Beat Furrer, inszeniert von Regisseur Christoph Marthaler, aufgeführt vom Klangforum Wien und den Neuen Vocalsolisten Stuttgart unter Leitung des Komponisten. Für das Projekt, das zwischen Installation, Theater und Konzertereignis anzusiedeln ist, wird eigens ein Raum in die für die Aufführung vorgesehene Donauhalle B gebaut. Dabei handelt es sich um ein faltbares modulares Meta-Instrument mit beweglichen Schwellkörpern, gleich einer überdimensionierten Orgel, in dessen Innenraum das Publikum sitzt. Hörraum und Aktionsraum gehen so nahtlos ineinander über.

Akzente setzen die Donaueschinger Musiktage in diesem Jahr erneut auch im Bereich der Orchestermusik: Das Eröffnungskonzert, bei dem Werke von Wolfgang Suppan, Caspar Johannes Walter und Bernhard Lang zu hören sind, leiten Sylvain Cambreling und Marcus Creed. Das Abschlusskonzert mit Werken von Clemens Gadenstätter, Philippe Schoeller, Franco Donatoni und Klaus Ospald dirigiert Peter Hirsch.

Die beiden SWR2 NOWJazz-Sessions bestreiten der japanische Gitarrist und Elektronik-Musiker Otomo Yoshihide mit seinem neuen Quartett (14.10.) und der amerikanische Saxophonist Ken Vandermark mit seiner „Territory Band 4“ (15.10.).

Wie in jedem Jahr seit 1972 wird auch der Karl-Sczuka-Preis in Donaueschingen vergeben: In diesem Jahr geht er an die schwedische Klangkünstlerin Hanna Hartman. Den Förderpreis 2005 erhält die Berliner Hörspielmacherin Antje Vowinckel.

Alle Konzerte der Donaueschinger Musiktage werden mitgeschnitten und in SWR2 gesendet. Live übertragen werden das Eröffnungskonzert am 14.10. um 20 Uhr und das Abschlusskonzert am 16.10. ab 17.00 Uhr.

Ausführliche Informationen zum Programm finden sich im Internet unter www.swr2.de/donaueschingen.