Musik spielt eine bedeutende Rolle bei der 41. Verleihung des Adolf Grimme Preises. Klaus Doldinger wird am 18. März in Marl für sein Lebenswerk als Fernsehmusik-Komponist geehrt, Stefan Raab erhält den begehrten TV-Preis für seinen „SSDSGPS“-Wettbewerb. Die „Besondere Ehrung“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), mit der Doldinger ausgezeichnet wird, begründete DVV-Verbandsdirektor Ulrich Aengenvoort am 8. März auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Doldinger, aus dessen Feder u. a. die Titelmelodien zu „Tatort“, „Das Boot“ und „Liebling Kreuzberg“ stammen, besitze „die Gabe, Musik zu einem eigenen Hauptdarsteller zu formen“, führte Aengenvoort aus. „Die künstlerische Handschrift eines Klaus Doldinger adelt das Fernsehen.“
In der Kategorie „Spezial“ zeichnet die Grimme-Jury Stefan Raab für seinen ProSieben-Wettbewerb „SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul“ aus. Man sei überrascht gewesen, „wie viel Kreativität in diesem Format gesteckt hat“, erklärte Ulrich Spies, verantwortlicher Referent für den Adolf Grimme Preis.
Auch in der Wettbewerbskategorie „Information & Kultur“ erhalten zwei Programme zum Thema Musik den Grimme-Preis: „Hitlers Hitparade“ (ZDF/arte), eine Dokumentation über Unterhaltungsmusik in der NS-Zeit, und „Abdullah Ibrahim“ (ebenfalls ZDF/Arte), ein Portrait des südafrikanischen Jazzmusikers.



