Der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) bekräftigte auf seiner Jahrestagung die Forderung nach einer raschen Verabschiedung der Reform des Urheberrechts. Eigentlich hatte der Verband eine Ratifizierung der Gesetzesnovelle durch den Bundesrat in der Sitzung am 23. Mai erwartet. DMV-Präsidentin Dagmar Sikorski wies darauf hin, dass die Musikbranche es sich nicht leisten könne, dass dieses Gesetz gegen das illegale Brennen von Musik-CDs in den politischen Instanzen verzögert werde. Eine solche Verzögerung bewirkt nach Einschätzung von Sikorski einen Schaden „von weiteren Millionen Euro“ für die Branche durch fortwährende Internetpiraterie und die Umgehung des Kopierschutzes von CDs. Die Aufschiebung der Abstimmung erfolgte nach einer Intervention der unionsgeführten Länder, die das Verbot des Kopierens von Musik aus illegalen Quellen zusätzlich im Gesetz verankern wollen. Laut Sikorski begrüßt der DMV diesen Punkt inhaltlich und hofft nun auf eine schnelle Klärung im Vermittlungsausschuss, damit die Novelle so bald wie möglich in Kraft treten kann. Sikorski bezifferte im Rahmen der Verbandstagung das Minus der Tonträgerindustrie in den ersten vier Monaten des Jahres 2003 auf über 20 Prozent. Fortschreitender Personalabbau und die Nichtverlängerung von Künstlerverträgung machen laut Sikorski deutlich, dass die Musikbranche „am Scheideweg“ stehe und die Politik nun konsequent und schnell handeln müsse. Zudem gelte es die zunehmende Kürzung des Musikunterrichts an allgemein bildenden Schulen zu stoppen. Die junge Generation werde den Kontakt zur Musik verlieren, wenn das Fach immer mehr zum Stiefkind der Lehrpläne verkomme.
DMV mahnt schnelle Verabschiedung des Urheberrechtsgesetzes an
Der Deutsche Musikverleger-Verband bekräftigte auf seiner Jahrestagung die Forderung nach einer raschen Verabschiedung der Reform des Urheberrechts.


