Wegen angeblicher Gängelung bei der Fotoberichterstattung zum kommenden Konzert von Peter Gabriel in Stuttgart, empfiehlt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), „notfalls auf die Berichterstattung zu verzichten“. So würden die Redaktionen von „Stuttgarter Nachrichten“, „Stuttgarter Zeitung“, „Südwest Presse“ und „Südkurier“ keine Fotos von dem Konzert der Schleyer-Halle bringen. Als Grund nannte der DJV-Landesvorsitzende Baden-Württembergs, Karl Geibel, den vom Konzertmanagement vorgelegten „sittenwidrigen Knebelvertrag“ für Bildberichterstatter. So wolle die Managementfirma Peter Gabriel Limited genau vorschreiben, wie viele Fotos wann, wie und aus welcher Perspektive gemacht werden dürfen, erklärte Geibel gebenüber dpa. Die Fotografen sollten zudem auf alle urheberrechtlichen Nutzungsrechte und auf ihre Nennung als Urheber verzichten. Schließlich soll das Eigentum an den Fotos auf Gabriels Firma übergehen. In München, wo der Virgin-Künstler am 5. Mai ein Konzert in der Olympiahalle gespielt hatte, gab es diese Probleme offenbar nicht, denn sowohl die „Süddeutsche Zeitung“ als auch mehrere Boulevard-Blätter hatten Bilder aus der Halle veröffentlicht. Und auch bei der Gold-Verleihung für 20.000 in der Schweiz verkaufte Einheiten seines aktuellen Albums „Up“ ließ sich der Künstler nicht lange bitten.
DJV wehrt sich gegen Peter Gabriel
Wegen angeblicher Gängelung bei der Fotoberichterstattung zum kommenden Konzert von Peter Gabriel in Stuttgart, empfiehlt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), „notfalls auf die Berichterstattung zu verzichten“.



