“Das DJ Meeting wächst und wächst – und das ist gut“, lobt Peter Aleksander, Geschäftsführer Superstar Recordings, die Veranstaltung, die am 14. Mai in der Oberhausener Turbinenhalle stattfand. Zwar wünscht er sich „mehr internationale Acts“ für das Abendprogramm, aber das ist vor allem eine Kostenfrage, wie Caba Kroll, einer der Veranstalter des Treffens erklärt. „Wir sind mit der Resonanz der Fachbesucher und der Branche sehr zufrieden, die zu rund 80 Prozent positiv ist“, so Kroll. In diesem Jahr kamen 5500 Besucher – davon 4300 Fachbesucher, die bei 70 Ausstellern Kontakte pflegten oder im Vorspielbereich der ListenUp-Area ihre neuen Produktionen vorstellten. Eine positive Bilanz zieht auch Martin Broszeit, DJ-Promoter bei Zeitgeist/Polydor: „Die Szene wäre ärmer ohne das Meeting, das als Begegnungsstätte für die gesamte Clublandschaft sehr wichtig ist.“
Das spiegelt auch das gestiegene Medieninteresse wider: Viva zeichnete eine Sondersendung auf, erstmals übertrug der Radiosender sunshine live das DJ-Programm, und auch die TV-Sender Onyx sowie B.TV berichteten ausführlich. Kritik am Meeting übt Todd Cekic, DJ-Promoter bei Urban, der die „Qualität der DJs“ im Vergleich zu früher als niedriger einschätzt. Er nahm 500 DJ-Adressen entgegen, die sich für den Urban-DJ-Pool bewarben. Davon könne er aber nur einen Bruchteil in die Bemusterung aufnehmen. Und Broszeit merkt an, dass es vielen nur darum gehe, kostenlos an Vinyl zu kommen. Auf diese Kritik erwidert Kroll: „Wie sollen wir bei der Anmeldung entscheiden, wo die Schwelle liegt? Schließlich richtet sich das Meeting an alle – Profis wie Nachwuchs-DJs.“ Dies schätzt auch Andreas Schneider, Geschäftsführer Dos Or Die: „Wie bei der Popkomm. geht es beim DJ Meeting darum, einmal im Jahr alle Leute zu treffen.“ Das wollen die Veranstalter auch beim nächsten Treffen am 13. Mai 2003 weiterführen.



