Musik

Dixie Chicks begegnen Kritikern hüllenlos

Die drei Mädels der Dixie Chicks präsentieren sich auf dem Titel-Cover des US-Magazin „Entertainment Weekly“ nackt mit provokativen Aussprüchen auf ihrer Haut und wollen so gegen die Kritiker ihrer Anti-Kriegs-Äußerungen vorgehen.

Die drei Musikerinnen präsentieren sich auf dem Cover des US-Magazins „Entertainment Weekly“ hüllenlos mit auf den Körpern aufgemalten Attributen wie „Saddams Engel“, „Dixie-Schlampen“ oder „Verräter“. Mit der Aktion wolle das Trio verdeutlichen, wie absurd die Beschimpfungen gegen die Band seien, erklärte Dixie Chick Martie Maguire. Bandkollegin Emily Robison äußerte ihre große Sorge um die Sicherheit ihrer ganzen Familie angesichts offener Morddrohungen. Leadsängerin Natalie Maines wiederholte in einem Interview mit dem Fernseh-Sender ABC ihr Bedauern, dass ihre Kritik an US-Präsident Bush (man müsse sich schämen, dass der Präsident wie sie aus Texas stamme) in der Wortwahl überzogen gewesen sei. Gleichzeitig erklärte sie, dass sie in Bushs Äußerungen zum Irak-Krieg Mitgefühl für die Opfer vermisse.

Bush meinte indes in einem NBC-Interview, die Dixie Chicks dürften sagen, was sie wollten. Ihre Aussagen kümmerten ihn aber nicht, „ich habe zu tun, was für das amerikanische Volk richtig ist.“ Unterstützung in der öffentlichen Debatte erhalten die Dixie Chicks von Bruce Springsteen, der auf seiner Homepage brucespringsteen.net das Trio als Künstlerinnen bezeichnet, die „amerikanische Werte ausdrücken, indem sie ihr amerikanisches Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen“. Unamerikanisch sei hingegen der Boykott ihrer Songs durch diverse Radiostationen und sogar ganze Radio-Networks.