In den nächsten fünf Jahren werden Musikabonnements die Beliebtheit von Einzeldownloads übertreffen. Nach aktuellen Erkenntnissen der Marktforscher von Jupiter ist schon heute eine Mehrheit von Teenagern an den pauschalen Verkaufsmodellen interessiert. Bis ins Jahr 2009 werde deshalb im digitalen Musikvertrieb mehr Geld mit Abos als mit individuellen Songdownloads verdient, so die Schlussfolgerung der Jupiter-Analysten. Die Marktforscher befragten für ihre Studie „Consumer Survey Report: Music, 2004“ mehr als 2300 erwachsene und über 2100 jugendliche Onlinenutzer.
Die wichtigsten Ergebnisse: 19 Prozent der 13- bis 17-Jährigen hat Lust auf Abos, bei den 18- bis 24-Jährigen sind es bereits 31 Prozent und bei der Zielgruppe derer, die in den letzten drei Monaten mehr als 45 Dollar für Musik ausgegeben haben – also den Intensivkonsumenten, ist die Neigung zu Abos mit 37 Prozent am stärksten ausgeprägt. Insgesamt favorisierten 16 Prozent der Befragten das Modell Einzeldownload, während 17 Prozent das Abomodell interessanter fanden.
Zudem bleibt die illegale Versorgung mit Musik auch in den nächsten Jahren ein eher jugendliches Phänomen: Von den über 25-Jährigen gaben nur 14 Prozent an, CDs zu brennen und nur vier Prozent nutzen Filesharing. Anders die 18- bis 24-Jährigen: In dieser Altersgruppe brennen 41 Prozent CDs und 31 Prozent tauschen Dateien im Internet.
Weiterhin geht Jupiter davon aus, dass die CD bis Ende 2009 das vorherrschende Medium im Musikverkauf sein wird. Dies hatten die Marktforscher bereits im September prophezeit. Damals kündigten die Zukunftsexperten jedoch einen digitalen Anteil am Musikgeschäft von acht Prozent an, mit der nun vorgestellten Studie steigt diese Prognose auf zwölf Prozent.


