Musik

Die Vorschau: 2003 wird das Jahr, in dem…

Anna Merz
Assistant Corporate Communication,
Sony Music Entertainment Germany

2003 wird das Jahr, das mindestens genauso spannend wird wie 2002, und das Jahr, in dem ich meinen Träumen Taten folgen lasse.

Robbie Williams: „Escapology“ Groove Armada: „Another Late Night“ Joy Denalane: „Mamani“

Bianca Joseph Promotion Department/Rock, Labels Germany

2003 wird das Jahr, in dem die Gitarren siegen werden!

Death Cab For Cutie: „We Have The Facts And We’re Voting Yes“ Nada Surf: „Let Go“ Doves: „The Last Broadcast“

Ute Kromrey Promotion & PR, SPV Schallplatten

2003 wird das Jahr, in dem die Musikindustrie endlich ihre negative Einstellung aufgibt und wenigstens versucht, mit einem positiven Effet die Dinge anzugehen (das gilt nicht für SPV, denn wir waren und sind auch weiterhin optimistisch). Die Wirtschaft liegt schon platt am Boden, da muss man nicht auch noch das letzte bisschen „verbal“ zertrampeln. Und 2003 wird das Jahr, in dem wieder neue Künstler die Charts aufmischen werden.

Pink: „Missundaztood“ Robin Gibb: „Please“ Bruce Springsteen: „The Rising“

Steffen Burghardt Administration Copyright, Universal Music

2003 wird das Jahr, in dem das Qualitätsbewusstsein der Internetbenutzer weiter wachsen wird. Die Akzeptanz der User gegenüber kostenpflichtigen Webinhalten lässt sich allerdings nur steigern, wenn ein qualitativ hochwertiges Angebot zur Verfügung gestellt wird. Ansonsten hoffe ich, dass Sat.1 endlich mehr über Radball und Röhnradfahren berichtet.

The Notwist: „Neon Golden“ Electric Soft Parade: „Holes In The Wall“ Death Cab For Cutie: „The Photo Album“

Frank Medwedeff Redakteur Special Marketing/Hitbeat, musikwoche.de

2003 wird das Jahr, in dem hoffentlich allen bewusst wird, dass das televisionär präsentierte Karaoke-Singen abgenudelter Hits von gestern nicht das Geringste mit musikalischer Kreativität zu tun hat. Stattdessen bleibt zu wünschen, dass Musiker mit der Energie der Libertines, der Poesie und Intelligenz eines Conor Oberst (Bright Eyes), der stimmlichen Sprengkraft einer Neko Case oder dem Charme und der Sensibilität eines St. Thomas mehr Foren zur Präsentation ihres Könnens erhalten. Und wer signt endlich die Hank Dogs, Menlo Park, She Haw, Laura Cantrell, Arco, Black Box Recorder oder Maggi, Pierce & E.J.?

Bright Eyes: „Lifted Or The Story Is In The Soil, Keep Your Ear To The Ground“ Sophie Zelmani: „Sing And Dance“ The Libertines: „Up The Bracket“

Rembert Stiewe Vice President, Glitterhouse Records

2003 wird das Jahr, in dem Live-Musik auch in kleineren Clubs wieder funktionieren wird, Arminia Bielefeld wieder nicht die UEFA-Cup-Ränge erreicht, DVD-Player billiger werden als 3er-CD-Box-Sets, Tonträgerindustrie und -handel weiter unter „Verschlankung“ ächzen, die Rückkehr des Prog-Rock dräut – und ich mich jeglicher Voraussagen für das darauf folgende Jahr enthalten werde.

The White Birch: „Star Is Just A Sun“ The Great Crusades: „Never Go Home“ Beth Gibbons & Rustin Man: „Out Of Season“

Boris Müller-Bernhardt Produktmanager, EMI Music Media

2003 wird das Jahr, in dem sich die Musikbranche neu orientieren wird und muss. Angefangen vom positiven Imagewandel bis zu alternativen Vertriebswegen sind wesentliche Neuerungen unumgänglich!

Coldplay: „A Rush Of Blood To The Head“ Cooper Temple Clause: „See This Through And Leave“ Red Hot Chili Peppers: „By The Way“

Thomas Zimmermann Manager Finance/Human Resources, V2 records

2003 wird das Jahr, in dem die bisherigen Geschäftsmodelle der Musikindustrie komplett auf den Prüfstand kommen, einige Nischen mal außen vorgelassen.

Fehlfarben: „Knietief im Dispo“ Mirah: „Advisory Committee“ Masha Qrella: „Luck“

Merle Lotz Geschäftsführerin, ML PR & Medienservice

2003 wird das Jahr… … in dem gecastete Bands wieder den Markt bevölkern werden und die dazugehörigen Sprüche á la Bohlen & Co zum „running gag“ avancieren – die deutsche Medienlandschaft wird es ihnen danken. … die Diskussionen über Umsatzeinbrüche und schlechte Wirtschaftslage sich ebenfalls nicht wegrationalisieren lassen, aber bei einigen Unternehmen die Antwort „Rationalisierung“ als Begründung sein wird. … das Wort „Teamwork“ hoffentlich wieder mehr Bedeutung haben wird, um Ziele zu erreichen und sich dann gemeinsam daran zu erfreuen. … wir wieder alles erreichen wollen, mit Enthusiasmus an die Arbeit gehen, uns gegenseitig motivieren und mit Enttäuschungen aber auch mit Erfolgen leben werden.

Peter Gabriel: „Up“ Xavier Naidoo: „Zwischenspiel/Alles für den Herrn“ Jan Plewka: „Zuhause da war ich schon“