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Ob Longplay und Singles, in den ersten drei Quartalen oder im isolierten dritten Quartal, ob Compilations oder Anteil der nationalen Produktionen bei CDs und Maxi-CDs – überall liegt Universal vorn. Mit fast zehn Prozent Vorsprung rangiert der noch-Hamburger Konzern bei der Longplay-Auswertung vor dem Zweitplatzierten, 15 Prozentpunkte Abstand sind es gar bei den Singles.
Dass Universal auch bei den nationalen Produkten, bei denen im Vorjahreszeitraum EMI (Longplay) und BMG (Singles) an der Poleposition rangierten, ganz nach oben kletterte, liegt an fünf Popstars von Polydor: Die No Angels stellen als Interpreten und bei den Titeln im Longplay- wie im Singles-Bereich die Sieger in den ersten neun Monaten. Damit verhalfen sie dem Anteil nationaler Produkte in den Charts – zumindest bei den Longplays – zu einem weiteren Aufstieg, hier wuchs ihr Anteil von 17,64 auf 22,04 Prozent.
Bei den Singles sorgten ausländische Hits unter anderem von Safri Duo, Atomic Kitten, Crazy Town oder Wheatus für einen Einbruch bei den deutschen Titeln von 44,48 Prozent in 2000 auf 31,10 Prozent in diesem Jahr. So verbessert sich in der Liste der erfolgreichsten Labels auch das Universal-Label Urban mit Charts-Notierungen der internationalen Künstler Safri Duo und Sylver vom 21. auf den zweiten Platz.
Insgesamt finden sich sechs Labels von Universal in den Top 20 der Bestenliste. In der entsprechenden Longplay-Analyse steigt Berlin Records als Nachfolger von Sony Music Media von Null auf vier ein. Bei den Compilation-Firmen rangieren nur noch Warner Strategic Marketing – WSM und unverändert Polystar an der Spitze vor Berlin Records. Diese stellen auch die drei erfolgreichsten Kopplungen – alle aus der Reihe „Bravo Hits“. Im Jahr 2000 waren dies die Folgen 28 bis 30, nun die Ausgaben 32 bis 34.
Größere Veränderungen gab es indes beim Anteil der Indie-Produktionen in den Charts. Im Vorjahreszeitraum machten die Major-Titel bei den Longplayern 80,76 Prozent aus, 2001 liegt ihr Anteil bei 92,95 Prozent – ein Zuwachs von mehr als zehn Prozent. Bei den Singles verloren die unabhängigen Firmen in ähnlicher Höhe. Hier sank ihr Anteil von 17,9 auf 9,91 Prozent.


