Musik

Die Glamrocker erobern den Konzertsaal

Die Queen kommt!

“Die Queen-Songs sind zum Teil sehr sinfonisch angelegt und geradezu prädestiniert dafür, dass sie für ein großes Orchester bearbeitet werden“, erzählt Maren Borchers, zuständig für die Pressearbeit bei EMI Classics. Themen aus Klassikern wie „Who Wants To Live Forever“, „We Are The Champions“ oder „Bohemian Rapsody“ wurden teils schon sinfonisch verwertet. Doch dies ist das erste Projekt, bei dem „Note für Note der einzelnen Songs umgearbeitet wurde, und die Songs nicht wie sonst üblich für den Crossover-Bereich verwurschtelt wurden“, so Product Managerin Tanja Tönges. „Etwas Vergleichbares war noch nicht am Markt.“ Freddie Mercury ließ in seinem Duett mit Monserrat Caballé zu „Barcelona“ 1988 bereits das sinfonische Potenzial des Queen-Stils erkennen. Und die „Queen Symphony“ (Bestellnummer: 557 395 2) hätte ihm wahrscheinlich eine wahre Freude gemacht, die mit ihren mächtigen Arrangements die Melodien verwebt, als wären sie nie für etwas anderes geschrieben worden.

Auch die verbliebenen Queen-Mitglieder, wie Brian May, erkennen sich in diesem Werk wieder: „Hier ist etwas Monumentales und ziemlich Unglaubliches entstanden. Wir werden zur Uraufführung kommen.“ Eingespielt wurde die Aufnahme mit dem Royal Philharmonic Orchestra und den London Voices unter der Leitung von Kashif in London, wo 100 Musiker und 120 Choristen mitwirkten. Zudem stellte Kashif am 6. November dem Publikum das Werk in der Royal Festival Hall in London vor, das Konzert soll auf DVD im nächsten Frühjahr erscheinen. Zur VÖ der CD am 4. November ließ sich die Marketingabteilung einiges einfallen.

So gibt es eine Kooperation mit amazon.de, die Queen-Lesezeichen mit verschickt, sowie mit dem „jpc Courier“, wo Aufkleber zum Projekt beiliegen. Anzeigen in der Fach- und Publikumspresse sowie eine TV-Kampagne mit einem Mediavolumen von 90.000 Euro sollen neben den Klassikfans auch die Queen-Anhänger auf die CD aufmerksam machen. So laufen Spots bei Kabel 1 im Umfeld Quotenstarker Spielfilme wie „Nightwatch“ oder „Mr. Jones“, auf ProSieben zu „Galileo“ und „Focus TV“ sowie auf Sat.1 in der „Harald Schmidt Show“ und bei „ran“. Dass sich diese Ausgaben lohnen, davon ist Tanja Tönges überzeugt: Sie besuchte jüngst das jährliche Queen-Fanclubtreffen und spielte die CD vor. „Meine Knie zitterten richtig in diesem Moment. Aber die Fans fanden die Musik richtig super.“