Musik

Die CD bleibt bis 2009 die Nummer eins

Der physische Tonträger wird auch noch mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts das vorherrschende Medium beim Verkauf von Musik bleiben. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Jupiter, die vor einer übergroßen Download-Euphorie warnen.

Der physische Tonträger wird auch noch mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts das vorherrschende Medium beim Verkauf von Musik bleiben. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Jupiter, die vor einer übergroßen Download-Euphorie warnen. Die Musikumsätze, die bis zum Jahr 2009 in Europa mit Downloads, Musik-Abos oder Internet-Radio zu erzielen sind, werden sich ungefähr in der Größenordnung von acht Prozent des Gesamtmarkts bewegen, so die Analysten. In fünf Jahren werde das europäische Musikgeschäft insgesamt Umsätze von rund 10,2 Mrd. Euro machen. 836 Mio. Euro entfallen den Prognosen zufolge dann auf digitale Verkäufe. Jupiter rechnet dabei jedoch nicht die Erlöse aus dem Bereich Mobile Entertainment mit ein.

Erst vor wenigen Wochen hatte das Marktforschungsunternehmen Forrester eine weitaus optimistischere Prognose abgegeben: 3,5 Mrd. Euro werde der europäische Digitalmarkt im Jahr 2009 schwer sein und dabei 30 Prozent des Gesamtmarkts bestreiten. Jupiter-Analyst Mark Mulligan ist da skeptischer: „Wenngleich der digitale Musikmarkt in Europa so langsam in Fahrt kommt, so wird er doch ein relativer Nischenmarkt bleiben.“ Die größte Entwicklung werde in den nächsten fünf Jahren in Großbritannien zu beobachten sein. Der drittgrößte Musikmarkt der Welt wird bis 2009 für 30 Prozent des europäischen Digitalgeschäfts verantwortlich zeichnen und dabei 248 Mio. Euro umsetzen. Für das laufende Jahr rechnet Jupiter mit einer Vervierfachung der Online-Umsätze auf 46,3 Mio. Euro.

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