Musik

Diddy verkauft Hundepelz

Stichproben des amerikanischen Tierschutzbundes haben ergeben, dass der Rapper in seiner Bekleidungslinie das Fell einer gefährdeten Hundeart verarbeitet hat.

Der amerikanische Tierschutzbund hat zwei neue Kandidaten auf seiner Abschussliste: Sowohl Sean „Diddy“ Combs als auch Kollege Jay-Z haben in ihren Bekleidungslinien echten Tierpelz verwendet. Tests haben ergeben, dass es sich um das Fell sogenannter Marderhunde handelt, einer asiatischen Hundeart, die entfernt an Waschbären erinnert. Auf den Etiketten der überprüften Mäntel und Jacken war allerdings zu lesen, dass bei der Herstellung lediglich Pelzimitat verwendet wurde.

Wayne Pacelle, Präsident der Tierschutzorganisation, äußerte sich in einem öffentlichen Statement mehr als verärgert: „Es ist abscheulich, dass jemand, der davon ausgeht, falschen Pelz erworben zu haben, im Endeffekt mit dem Fell von einem Hund herumläuft, der wahrscheinlich bei lebendigem Leib gehäutet wurde.“ Weiter meinte er, dass gerade das Fell von Marderhunden sehr häufig verwendet werde und es mehr und mehr um sich greife, dass die Kleidung falsch ausgezeichnet wird.

Mantel des Schweigens

Eine Woche nachdem Jay-Z von dem Problem unterrichtet wurde, wurden die entsprechenden Jacken aus dem Sortiment genommen. Ein Sprecher meinte, dass niemand davon wusste, welche Materialien in der Linie verarbeitet wurden. Man habe sämtliche Hersteller und Zulieferer angewiesen, derartige Machenschaften künftig zu unterlassen.

Auch die Mäntel aus Diddys Bekleidungslinie wurden umgehend aus den Kaufhäusern entfernt. Ein Statement wurde bislang nicht abgegeben.