P.Diddy, der neuerdings auf das P und den Punkt verzichtet, hat sich mit dem Ehemann von Gloria Estefan zusammengetan. Mit vereinten Kräften wollen die beiden erfolgreichen Produzenten den Musikmarkt revolutionieren. Behilflich soll ihnen dabei der neue Trend namens Reggaeton sein.
Die explosive Mischung aus Salsa, Reggae und Rap wird gern mal als „Sex in Kleidern“ umschrieben und erfreut sich nicht nur deswegen wachsender Beliebtheit in Nord- und Südamerika. Diddy und Estefan konzentrieren sich derzeit darauf, die entsprechenden Musiker anzuwerben. Bereits im April hatte Diddy den Rapper Pitbull für sein neues Projekt gewonnen.
Wellenbrecher als Partycrasher
Nicht nur im Musikbereich, auch in technischer Hinsicht wollen die beiden frisch vermählten Geschäftspartner neue Wege beschreiten: „Das Ziel dieser Zusammenarbeit besteht nicht nur darin, neue Talente zu entdecken, sondern auch, die Musik auf eine Art und Weise zu verbreiten, die die technische Evolution fördert und die Kaufgewohnheiten der Hörer heute und in Zukunft verändern wird.“
Ein ambitioniertes Unterfangen also, aber gegen Startschwierigkeiten sind auch die größten Revoluzzer nicht gefeit. Die Party, mit der das Label „Bad Boy Latino“ gestern in Miami gefeiert werden sollte, musste kurzfristig abgeblasen werden. Wegen des vor der Küste Floridas wütenden Sturms „Katrina“ fiel die Freiluftveranstaltung buchstäblich ins Wasser.
Auch die Vorfeiern für die MTV Video Music Awards, die am Sonntag von Diddy präsentiert werden, könnten eventuell ausfallen. Der tropische Sturm scheint sich nämlich zum Hurricane auszuwachsen.


