Möglichst ohne großen Hype, sondern mit langfristig angelegtem Artist Development möchte Tobi alias Der Junge mit der Gitarre sein unkonventionelles Songwriting betreiben. Und damit trifft er den Zahn der Zeit wie kein Zweiter: gegen Plastikpop, die Verstopfung der Sinne, bedingungslose Funktionalität. Aber wo es ein entschlossenes „Dagegen“ gibt, existiert auch ein leidenschaftliches Dafür. Für Authentizität, für die ungeschminkte Freiheit des eigenen Ausdrucks und für die Vielfalt des Lebens schlechthin. Das hat zeitlosen Charme und tritt Vermutungen entgegen, die besagen, dass sich das Konzept vom Jungen mit der Gitarre schnell abnutzt. „Meine Waffe gegen den schnellen Hype ist die Nacktheit des Albums. Es ist nicht aufgepumpt wie viele andere Produktionen. Gerade weil das Album nackt ist, wirkt es hochwertig und erfrischend“, erklärt Tobi. Für die Produktion holte er sich zwar Chris von Rautenkranz (Tocotronic, Die Sterne) ins Boot, aber abgesehen vom Schlagzeug spielte er das karge Instrumentarium selbst ein. Doch weit gefehlt, wenn man dabei an die Coolness der Hamburger Schule denkt. Auf „Dagegen“ (Bestellnummer: 0143 752ERE, VÖ: 4. November) wird gerockt, gepunkt, geliebt und gelitten; plastisch, spontan und einzigartig. „Natürlich sehen mich manche Leute in der Tradition von Bob Dylan und Udo Lindenberg. Mit letzterem verbindet mich zumindest das Direkte und Konkrete in den Texten. Aber es liegt jeweils mindestens eine Generation zwischen Dylan, Lindenberg und mir“, erzählt der 27-Jährige. „Und in meiner Generation bin ich ziemlich der einzige, der diese Art Musik und Texten macht. Ansonsten sehe ich mich in der Tradition von freien Menschen. Autodidakten wie Joschka Fischer oder Klaus Kinski.“
Dass sich mit dem Album der Erfolg der ersten Single, „Meer Sehn„, wiederholen wird, ist für Silke Berndt, Produktmanagerin bei edel, klar. „Tobi ist ein vielversprechender Künstler mit großem Potenzial. Wir peilen 100.000 Einheiten an.“ Zur Marketingkampagne gehört die Verlosung von „Wohnzimmerkonzerten“ durch Radiosender wie EinsLive, sowie eine Tour mit 22 Konzerten im Dezember. Außerdem wird die Veröffentlichung mit Anzeigen im „Musikexpress“, „Rolling Stone“und „WOM Journal“ unterstützt.



