Musik

Debütalbum von Megablast

An einer tragfähigen Verbindung von Soul und Elektronik haben sich in den letzten Jahren schon viele Musiker versucht. Meist erfolglos. Doch noch niemand ist dabei so weit in neue Klangregionen vorgestoßen wie der Musiker und Produzent Sascha Weisz alias Megablast aus Wien auf seinem Debütalbum „Creation“ (Stereo Deluxe/SPV).

In der Musikszene der österreichischen Hauptstadt ist Weisz schon lange kein Unbekannter mehr. Auf seinem inzwischen eingestellten Label IntoThisMusic erschienen bereits vor zwei Jahren die ersten Aufsehen erregenden Tracks seines Projekts Megablast. Davor hatte er in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren erfolgreich als HipHop-DJ gearbeitet und bereits viele Kontakte geknüpft. Bis zu den futuristischen Soundgebilden von Megablast war es da zwar noch ein weiter Weg, doch seine Vorliebe für Experimente aller Art war bereits damals sehr ausgeprägt. „Meine Arbeitsweise hat sich eigentlich bis heute nicht grundlegend geändert“, erklärt Sascha Weisz. „Ich arbeite im Studio nach wie vor sehr spontan und ohne einen festen Plan.“ Die verschiedenen Gastsänger, die er für seine Projekte regelmäßig engagiert, haben dabei einen großen Einfluss.

Für „Creation“ hat er mit Hubert Tubbs, dem Sänger der amerikanischen Funk-Formation Tower Of Power, einen kongenialen musikalischen Partner gefunden, der mit seiner wandlungsfähigen Stimme gleich sieben Stücken seinen Stempel aufdrückt und nicht wenig zum Gelingen des Unternehmens beträgt. „Hubert hat mir mit dem Enthusiasmus, mit dem er das Projekt anging, sehr geholfen.“ Auf dem Rest der Songs wird Weisz unter anderem noch von Sugar B (Kruder & Dorfmeiser) und Ken Cesar Sampson (Stereotyp) unterstützt. „Mir geht es bei meiner Musik vor allem darum, nicht alte Sachen wieder aufzuwärmen, sondern nach vorn zu schauen. Mich langweilt es total, zweimal das gleiche aufzunehmen. Ich will meinen Sound ständig weiterentwickeln und nach neuen Ausdrucksformen suchen.“ Und mit „Creation“ ist ihm dass auf beeindruckende Weise gelungen, nicht zuletzt, weil die Verschmelzung der Soul- und Elektronik-Elemente so harmonisch abläuft, dass den Hörer das Gefühl beschleicht, diese beiden Stile seien schon vor langer Zeit eine fruchtbare Ehe eingegangen. „Ich kann nur sehr schwer sagen, wer mich musikalisch auf meinem Weg beeinflusst hat. Es gibt einfach zu viele verschiedene Inspirationsquellen, um sie alle zu nennen.“ Klassischer Soul ist nur eine davon, wenn auch die naheliegendste.