Musik

Debakel für Gracia

Beim Finale des Eurovision Song Contest siegte die favorisierte Griechin Helena Paparizou. Die deutsche Kandidatin Gracia Baur musste hingegen eine herbe Niederlage einstecken.

Mit Helena Paparizou gewann am Samstag in Kiew erstmals eine griechische Künstlerin das Finale des Eurovision Song Contest. Bei der Abstimmung, an der alle 39 für den Grand Prix gemeldeten Länder teilnahmen, konnte sie für ihren Song „My Number One“ 230 Punkte verbuchen. Überglücklich nahm sie die Siegtrophäe aus den Händen des ukrainischen Ministerpräsidenten Viktor Juschtschenko entgegen. Dabei war das Rennen bis zur Hälfte völlig offen, doch dann gab es für Griechenland überraschend zwölf Punkte aus der Türkei. Hohe Wertungen aus Zypern, Schweden und Deutschland folgten.

Am Ende betrug der Vorsprung auf Malta und die Sängerin Chiara mit ihrem Song „Angel“ 38 Punkte. Den dritten Platz belegte Rumänien mit „Let me try“ von Luminita Anghel und Sistem. Die deutsche Kandidatin Gracia Baur enttäuschte hingegen. Sie landete auf dem letzten Platz des 24 Teilnehmer starken Finales. Lediglich Monaco und Moldau gaben der Münchnerin für ihren Song „Run & Hide“ jeweils zwei Punkte. Sie und ihr Manager David Brandes waren im Vorfeld des Finales heftig in die Kritik geraten, da bekannt wurde, dass dieser Gracias Chart-Platzierungen durch gezielte Aufkäufe manipuliert hatte. Die 50. Ausgabe des europäischen Sangeswettbewerbs im Sportpalast der ukrainischen Hauptstadt verfolgten weltweit mehr als 100 Millionen Zuschauer an den Bildschirmen. Den deutschen Kommentar lieferte wieder der langjährige Grand-Prix-Sprecher Peter Urban.

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