Chris de Burgh, der Ire mit dem zarten Schmelz in der Stimme, wird allem Anschein nach der erste westliche Musiker sein, der im Iran ein Konzert gibt. Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 hat es dergleichen nicht mehr gegeben, die iranischen Mullahs hatten Pop- und Rockkonzerte jahrelang als „dekadent“ verboten. Nationale Bands durften zwar in den letzten Jahren vereinzelt wieder auftreten, fremdländischen Künstlern war der Auftritt jedoch weiterhin untersagt.
Ermöglicht wurde der außergewöhnliche Auftritt durch die iranische Popgruppe Arian. De Burgh hatte vor kurzem eine Single mit der Gruppe aufgenommen. Dabei entstand die Idee, das Ergebnis auch gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Dem Manager zufolge sind die Weichen bereits gestellt, die Regierung hat ihr OK so gut wie erteilt. Und scheinbar sind gleich mehrere Auftritte geplant: „Wir versuchen die Konzerte zu organisieren“, so Manager Mohsen Rajabpour, „im Moment peilen wir die Monate Juni und Juli an.“
Mein lieber Herr Gesangsverein
Gerüchten zufolge soll der Auftrittsort bereits feststehen. Demnach soll das Spektakel in einem 12.000 Menschen fassenden Stadion in der Landeshauptstadt Teheran stattfinden. Weiterhin wird berichtet, dass de Burg im kommenden Jahr den Iran besuchen wird, um letzte Details zu klären.


