Wenn am morgigen Donnerstag die Führung von Vivendi Universal (VU) über die Zukunft ihres Entertainmentgeschäfts berät, wird es auch darum gehen, wer denn die Sparte überhaupt noch kaufen will. Laut US-Medienberichten hat Milliardär Marvin Davis, der VU bereits vor Monaten ein ernsthaftes Übernahmeangebot gemacht hatte, in einem Brief an das Management in Paris gedroht, seine Offerte wieder zurückzuziehen, sollte sich VU nicht exklusiv mit Davis‘ Konsortium an den Verhandlungstisch setzen. Der texanische Ölmogul ist offenbar mit seiner Geduld am Ende, nachdem VU-Chef Jean-René Fourtou die Gespräche über einen möglichen Verkauf des Film-/TV- und Musikgeschäfts immer wieder verschleppt hatte, um weitere Angebote einzuholen. Besonders ungehalten dürfte Davis darüber sein, dass Fourtou sich zuletzt angeblich mit Viacom-Boß Sumner Redstone zu Beratungen getroffen hat. Beobachter in den USA halten Fourtous Vorgehen für ein Hinhalten von Davis, manche gehen auch davon aus, dass VU seine Entertainment-Assets nun häppchenweise an verschiedene Interessenten verkaufen wird. Spätestens dann hätte Davis genug: Sein 15-Milliarden-Dollar-Angebot galt für das gesamte Paket.
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