Musik

Dave Matthews Band zahlt im Toilettenstreit

Die Dave Matthews Band sinnt auf Wiedergutmachung. Die Musiker haben sich bereit erklärt, 200.000 Dollar an eine Umweltstiftung zu spenden, nachdem der Fahrer ihres Tourbusses gestand, den Inhalt der Bustoilette in den Chicago River entsorgt zu haben.

Die Dave Matthews Band sinnt auf Wiedergutmachung. Die Musiker haben sich in einer außergerichtlichen Einigung bereit erklärt, 200.000 Dollar an eine Umweltstiftung zu spenden, nachdem der Fahrer ihres Tourbuses gestand, den Inhalt der Bustoilette in den Chicago River entsorgt zu haben. Die Oberstaatsanwältin von Illinois, Lisa Madigan, bezeichnete die Strafsumme als „vernünftig und angemessen“, da die Umweltverschmutzung die Gesundheit der Bürger gefährdet habe. Der Vorfall hatte sich im August 2004 ereignet. Damals wurde der Band vorgeworfen, gemeinsam mit dem Fahrer ihres Tourbusses, „von Menschen verursachten flüssigen Abfall“ in den Chicago River entsorgt zu haben. Mehr als 100 Personen, die sich auf dem Fluss auf einer Bootstour befanden, gerieten in den Toilettenschauer.

Busfahrer Stefan Wohl, der den Ermittlungen zufolge zur Tatzeit allein mit dem Tourbus unterwegs war, stritt die Tat zunächst ab. Doch die Aufnahmen einer Überwachungskamera überführten den inzwischen geständigen Wohl. Das Gericht verurteilte ihn nun zu 18 Monaten auf Bewährung und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Eine Sprecher der Dave Matthews Band bestätigte, dass Wohl auch aus seinem Job gefeuert sei. Zudem übernehme die Band, obwohl sie nicht beteiligt gewesen sei, die Verantwortung und habe Vorkehrungen getroffen, um eine Wiederholung des Vorfalls zu vermeiden. So soll der Fahrer in Zukunft darüber Buch führen, wann und wo die Abfälle abgelassen werden. Bereits vor dem aktuellen Urteil hatte die Band 100.000 Dollar an zwei Gruppierungen gespendet, die sich um den Schutz des Chicago River und seiner Umgebung kümmern. Trotz der aktuellen außergerichtlichen Einigung über weitere 200.000 Dollar stehen noch mehrere Schadenersatzklagen, die die Teilnehmer der betroffenen Bootsfahrt gegen die Band angestrengt haben, aus.

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