Im Wettstreit der beiden digitalen Rundfunkanbieter der USA konnte Sirius Satellite Radio nach dem ersten Halbjahr gegenüber Marktführer XM deutlich Boden gutmachen. Zwar wuchsen die Verluste im zweiten Quartal weiter, doch längst nicht mehr so stark wie zuletzt. In den drei Monaten bis zum 30. Juni setzte Sirius 150,08 Mio. Dollar um. Das sind 188 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig wuchsen die Nettoverluste um 34 Prozent auf nunmehr 237,83 Mio. Dollar.
Im ersten Quartal wuchs das Minus noch in dreistelliger Größenordnung. Obendrein kann sich auch das Abonnentenplus sehen lassen: 600.460 neue Dauerhörer entschieden sich im zweiten Quartal für Sirius – 64 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und 50 Prozent mehr als Mitbewerber XM im gleichen Zeitraum mobilisieren konnte. Insgesamt verfügen die Digitalfunker nun über mehr als 4,7 Mio. Abonnenten. Daher hob Sirius-CEO Mel Karmazin nun auch seine Prognose für das Gesamtjahr an. Statt wie bisher mit 6,2 Mio. rechnet das Unternehmen nun mit 6,3 Mio. zahlenden Kunden bis Jahresende und mit 615 statt 600 Mio. Dollar Umsatz.
Konkurrent XM musste indes erst vor wenigen Tagen seine Prognosen senken und geht nur noch von 7,7 bis 8,2 Mio. Hörern aus. Karmazin erklärte zudem, dass man die Probleme mit der US-Medienaufsicht FCC über technologische Unregelmäßigkeiten der Sirius-Empfänger bald gelöst haben wird. In Kürze soll darüber hinaus ein neues, tragbares Gerät namens Stiletto auf den Markt kommen, das die Nachfrage nach den Sirius-Programmen zusätzlich anschieben soll.



