Am Nachmittag fanden sich vorübergehend nur zehn Fans vor der HipHop-Bühne ein. Auf den anderen beiden LKW-Bühnen traten Rockbands und DJs auf. Voll wurde es indes auf dem Ku’damm, wo die Macher der „Fight The Power“-Demonstration in Anlehnung an die Route der ersten Loveparade-Jahre gegen „Intoleranz im Umgang mit Clubkultur und für die Rückkehr der Loveparade nach Berlin“ auf die Straße gingen. Den Polizeiangaben von 7000 Teilnehmern widersprachen Macher und Marschierer heftigst, nach eigenen Angaben versammelten sich weit mehr als 20.000 Demonstranten. So resümierte Mit-Initiator Bob Sharestani vom Magazin „Partysan“: „Mit einem so großen Erfolg habe ich nicht gerechnet.“ Als sich nach 90 Minuten immer mehr Teilnehmer anschlossen, gab die Polizei schließlich auch die Gegenfahrbahn für den Umzug frei. Die sechs Wagen der Parade kamen u. a. von Paul van Dyks Label Vandit, von Low Spirit und Tresor. Die meisten Teilnehmer sprachen bei den anschließenden Parties von einer Wiederbelebung des Loveparade-Geistes. Zudem würden sich aus der Route entlang von Geschäften mit Touristen und Passanten „schöne Cross-Promotion-Effekte“ ergeben, erklärte ein Sprecher von Low Spirit.
Das Leben nach der Loveparade
Demonstrieren statt feiern hieß die Devise in Berlin.


