Musik

Das Leben des Ingo Insterburg

„Mein Kollege Johann Wolfgang von Goethe hat in seinen Lebenserinnerungen, Dichtung und Wahrheit“ etliches gedichtet, um sein Buch interessanter zu machen“, sagt Ingo Insterburg. „Das habe ich nicht nötig, da mein Leben interessant genug ist. Alles, was ich hier schildere, entspricht der Wahrheit.“

Und so legt der vielseitig talentierte Dichter, Maler und Musiker, der in den späten Sechzigern mit seiner Gruppe Insterburg & Co. zu den Vorreitern der heutigen Comedy-Szene zählte, seine höchst vergnügliche Lebensgeschichte als Buch vor. Das Werk enthält allerlei Schnurren und Anekdoten sowie erhellende Details – wie zum Beispiel die Reminiszenz an eine Phase, als Insterburg unter dem Namen Guitar-Ingo zusammen mit Klaus Kinski durch Europa zog und Brecht-Balladen intonierte. Später schrieb der „König der Kalauer“ Comedy-Evergreens wie „Ich liebte ein Mädchen…“ oder „Gymnastiklehrerin“ und erfand Musikinstrumente wie das Eimer-Cello oder den Bass-Besen. So finden sich auch im Buch „15 Denkschriften über Musikinstrumente“ nebst 35 Märchen, vielen Liedern mit Noten und Texten sowie Zeichnungen und Bildern aus der Hand des Künstlers.

Ingo Insterburg: Die ersten 23 456 Tage meines Lebens; Berlin Concert Verlag; ISBN 3-936399-00-X; 539 Seiten; 23 Euro