Und so legt der vielseitig talentierte Dichter, Maler und Musiker, der in den späten Sechzigern mit seiner Gruppe Insterburg & Co. zu den Vorreitern der heutigen Comedy-Szene zählte, seine höchst vergnügliche Lebensgeschichte als Buch vor. Das Werk enthält allerlei Schnurren und Anekdoten sowie erhellende Details – wie zum Beispiel die Reminiszenz an eine Phase, als Insterburg unter dem Namen Guitar-Ingo zusammen mit Klaus Kinski durch Europa zog und Brecht-Balladen intonierte. Später schrieb der „König der Kalauer“ Comedy-Evergreens wie „Ich liebte ein Mädchen…“ oder „Gymnastiklehrerin“ und erfand Musikinstrumente wie das Eimer-Cello oder den Bass-Besen. So finden sich auch im Buch „15 Denkschriften über Musikinstrumente“ nebst 35 Märchen, vielen Liedern mit Noten und Texten sowie Zeichnungen und Bildern aus der Hand des Künstlers.
Ingo Insterburg: Die ersten 23 456 Tage meines Lebens; Berlin Concert Verlag; ISBN 3-936399-00-X; 539 Seiten; 23 Euro


