In unmittelbarer Nähe zur Karlsruher Innenstadt stehen die fünf „Fest“-Bühnen in der Günther-Klotz-Parkanlage. Das Programm hat sich längst weit über das ursprüngliche Nachwuchs-Rockfestival hinaus entwickelt. Von Klassik über Jazz bis hin zum DJ-Set wird an den drei Festivaltagen nahezu alles geboten. Auch ein Kinderprogramm und ein Sportareal gehören zum „Fest“-Konzept. Einer der zentralen Punkte bleibt jedoch die Förderung des lokalen und überregionalen Musiknachwuchses, den die „Fest“-Organisatoren mit namhaften deutschen und internationalen Acts zusammenbringen. Schon früh bewies man in Karlsruhe ein gutes Händchen für viel versprechende junge Bands: So stand 1986 beim zweiten „Fest“ eine bis dahin völlig unbekannte schwäbische Gruppe auf der Bühne im Park. Ihr Name: Pur. Die weitere Entwicklung dürfte bekannt sein.
Anlässlich des europäischen Jahres der Jugend 1985 war „Das Fest“ als Musikfestival mit einer Bühne und 3000 Besuchern an den Start gegangen. Heute zählen Organisator Rolf Fluhrer und seine Mitstreiter an den drei Festivaltagen rund 150.000 Gäste in der Parkanlage. Mit der Größe haben sich auch die Anforderungen an die Organisatoren verändert, zumal „Das Fest“ nach wie vor ohne jegliches Eintrittsgeld auskommt. „Wir mussten in den vergangenen Jahren zunehmend in Sicherheitsmaßnahmen investieren“, berichtet Fluhrer.
Dennoch gelinge es regelmäßig, mit dem Festival eine „schwarze Null“ zu schreiben. In diesem Zusammenhang betont Fluhrer, dass „Das Fest“ eine unabhängige Veranstaltung sei und keine Subventionen von der Stadt Karlsruhe erhalte. Das jährliche Budget von rund einer Mio. Euro werde vollständig durch die Einnahmen aus dem Essens- und Getränkeverkauf und durch zahlreiche Sponsoren gedeckt. Als Veranstalter des Events tritt der Verein Stadtjugendausschuss auf, der im Auftrag der Stadt Karlsruhe unter anderem für die kommunale Jugendarbeit zuständig ist.
In seiner 20-jährigen Geschichte hat sich „Das Fest“ auch für viele große Konzertagenturen als wichtiges Event im südwestdeutschen Raum etabliert. Mit A.S.S., Target, Four Artists oder dem britischen Veranstalter Helter Skelter pflegt Fluhrer langjährige gute Beziehungen. In den vergangenen Jahren gastierten Top-Acts wie Jethro Tull, Wir sind Helden, Simple Minds und Neneh Cherry in Karlsruhe. 2005 gehen unter anderem die deutschen Shooting-Stars Juli und Silbermond sowie die Gothic-Metaller Within Temptation an den Start. Auch die Künstler finden die Veranstaltung gut: „Maxi Jazz von Faithless hat sich bei mir per Fax für den gelungenen Auftritt beim Fest bedankt“, berichtet Rolf Fluhrer.



