Die Tendenz, per staatlicher Regulierung in den digitalen Markt für Entertainmentprodukte einzugreifen, könnte innerhalb der EU Schule machen. Nachdem in Frankreich Downloadhändlern ein Interoperabilitätszwang droht, erwägt Dänemark nun ähnliche Schritte. Laut örtlichen Medien sollen Vertreter der Maersk-Handelskette Dansk Supermarked und der Telekommunikationsfirma TDC im dänischen Kulturministerium auf ein Ende von proprietären DRM-Systemen gedrängt haben.
„Wir möchten die Politiker bitten, der in Frankreich eingeschlagenen Route zu folgen“, erklärte Henrik Olesen, Produktmanager bei Dansk Supermarked, gegenüber der Zeitung „Politiken“. Ins gleiche Horn blies TDC-Chef Gert Rieder: „Wir können nur auf eine Lösung wie in Frankreich drängen, um den Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten beim Musikkonsum zu geben.“
Beide Firmen betreiben Downloadangebote. Dänemarks Kulturminister Brian Mikkelsen ließ bereits erkennen, dass er dieses Problem frühestens im Herbst 2007 auf die Tagesordnung im Kabinett bringen wird. Vorher möchte Mikkelsen abwarten, ob der Markt sich in dieser Frage selbst regulieren kann.


