“Impalas sind leichtfüßig, schnell und grazil. Independent-Musikfirmen haben ähnliche Qualitäten – und wie Impalas sind sie von Räubern bedroht. Wir sollten Sorge tragen, dass die Übereinstimmungen nicht dazu führen, dass Independents eine aussterbende Spezies werden.“ So steht es als Motto auf der Website von Impala, der Independent Music Companies Association. Der Dachverband der Independent-Firmen machte im Sommer 2006 weltweit Schlagzeilen, weil der Europäische Gerichtshof seiner Klage gegen die Fusion von Sony Music und BMG stattgegeben und die diesbezügliche Entscheidung der EU-Kommission als fehlerbehaftet aufgehoben hatte. „Das Urteil ist ein Wendepunkt in europäischen Angelegenheiten“, erklärte danach Impala-Präsident Patrick Zelnik, Chef des französischen Labels Naive. „Es gibt keinen Zweifel, dass diese Entscheidung zukünftige Fusionen verhindern und die Art völlig verändern wird, wie Musik und andere kreative Wirtschaftszweige behandelt werden.“ Das gemeinsame Vorgehen der Indies habe bewiesen, dass man das Unanfechtbare anfechten könne. Im Rahmen eines Popkomm-Panels unter dem Motto „Impala – Die Stimme der Independents und ihre Vision“ legte Zelnik noch einmal dar, warum der Indieverband gegen die Fusionserlaubnis überhaupt geklagt hatte.
Dachverband der Independents kritisiert Marktentwicklung
Förderung der kulturellen Vielfalt durch freies und ungehindertes Spiel der Marktkräfte: So lässt sich die Zielsetzung des Independent-Verbands Impala knapp auf den Punkt bringen. Deshalb kämpft der Verband gegen Konzentrationsprozesse bei den Majors. Beim Popkomm-Kongress legten Impala-Vertreter ihre Position dar.



