Mit zwölf Prozent plus bei den Albumverkäufen hatte das Country-Genre erheblichen Anteil am Zuwachs der US-Musikindustrie 2004. Auch live zählten Künstler wie Kenny Chesney, Toby Keith oder Tim McGraw zu den Abräumern des Jahres.
77,9 Mio. Country-Longplayer gingen in den USA im vergangenen Jahr über die Ladentheken. 2003 waren es noch 69,3 Mio. gewesen. Drei Country-Alben platzierten sich in den Top Ten der erfolgreichsten Alben des Jahres: Kenny Chesneys „When The Sun Goes Down“ verkaufte über drei Mio. Exemplare und kam damit auf Rang vier der Jahresliste, dicht gefolgt von Gretchen Wilson mit dem 2,93 Mio. Mal abgesetzten Longplayer „Here For The Party“ auf fünf und „Live Like You Were Dying“ von Tim McGraw auf sechs mit 2,78 Mio. verkauften Einheiten. Weitere Top-Seller waren unter anderem die Sampler „Greatest Hits“ von Shania Twain (2,33 Mio.), „Greatest Hits 2“ von Toby Keith (1,91 Mio.) und „50 Number Ones“ von George Strait (1,87 Mio.).
Ed Benson, Executive Director der Country Music Association, wies darauf hin, dass Country-Musik nicht nur im abgelaufenen Jahr, sondern „während der sehr stürmischen Periode für die Musikindustrie in den letzten fünf Jahren“ Wachstum verzeichnete. „Der Weitblick unserer Führungspersönlichkeiten in der Industrie, die Treue unserer Fanbasis, das Format unserer Künstlergemeinschaft und der gelungene Durchbruch einiger unserer größten Talente haben zu dieser Leistung beigetragen“, so Benson.
Auch im Live-Geschäft sind Country-Künstler top: Nur Prince lockte mit 1,4 Mio. Besuchern noch mehr Fans in die amerikanischen Konzertsäle und -arenen als Kenny Chesney mit 1,14 Mio. Besuchern. Auf Rang fünf und sechs der Jahreswertung finden sich Toby Keith mit 913.000 und Tim McGraw mit 764.000 Zuschauern.



