Im Jahr 2002 verbesserte die Musikszene in Nashville die Gesamtbilanz des US-Markts noch erheblich. Ein Jahr später muss die amerikanische Country-Branche schmerzliche Verluste verdauen. Das Stückzahlenminus betrug im Jahresvergleich 9,8 Prozent: Statt 76,9 Mio. Einheiten wie anno 2002 konnten die Country-Labels nur noch 69,3 Mio. Platten absetzen. Das hat auch Auswirkungen auf die Umsätze – sie sanken um 3,6 Prozent. Damit fällt das Minus der Country-Szene deutlich größer aus, als im gesamten US-Markt. Noch vor einem Jahr konnte die Nashville-Branche mit einem Umsatzplus von 12,2 Prozent glänzen, während der Gesamtmarkt 10,7 Prozent verloren hatte. Die Trendwende begründen Beobachter mit den schwächeren VÖs im Jahr 2003 und mit dem Skandal um die Dixie Chicks, die sich öffentlich gegen US-Präsident George W. Bush gestellt hatten und damit für sinkende Verkäufe gesorgt hätten. Bestverkauftes Country-Album im abgelaufenen Jahr war „Shock’n Y’all“ von Toby Keith mit 2,3 Mio. verkauften Einheiten.
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