Sänger Axl Rose hat die Veröffentlichung des unzählige Male verschobenen Comebackalbums seiner neu formierten Band Guns N‘ Roses, „Chinese Democracy“, für den 6. März 2007 avisiert. „Dies ist kein Versprechen, keine Lüge oder Garantie, aber wir möchten den 6. März als voraussichtliches Veröffentlichungsdatum ankündigen“, heißt es in einem offenen Brief des Rocksängers auf der Band-Website www.newgnr.com. Darin entschuldigt sich Axl Rose bei den Fans für die langjährigen Verzögerungen und häufig kursierenden Fehlinformationen über die Platte: „Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass die Produktion dieses Albums eine unerträglich lange und unbegreifliche Reise war. Die Überwindung endloser und wahnsinnig erscheinender Hindernisse – von der alle betroffen waren – die Fans, die Band, unsere Live-Crew und das Business-Team – ist mir oft wie ein schlechter Traum erschienen, aus dem man aufwacht, um sich immer noch in einem Albtraum zu befinden“, erklärt Rose. Wegen „mangelnden Respekts gegenüber der Band und der Crew“ habe sich die Rockgruppe von ihrem Manager Merck Mercuriadis getrennt, der eine Veröffentlichung des Albums noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt hatte.
Das letzte Studioalbum von Guns N‘ Roses, die Coverversionensammlung „The Spaghetti Incident“, erschien 1993. Seither stiegen alle Originalmitglieder außer Axl Rose aus der Band aus. Guns N‘ Roses haben seither Schätzungen zufolge in mehr als einem Jahrzehnt rund 13 Millionen Dollar an Produktionskosten für das ständig verschobene neue Werk in den Sand gesetzt.
Guns N‘ Roses waren in diesem Jahr zumindest wieder live zu sehen – unter anderem auch in Deutschland auf dem Nürburgring bei „Rock am Ring“. Vier US-Gigs in den Bundesstaaten Kalifornien und Nevada im Januar 2007 sind indes bereits abgesagt – angeblich, um die zeitige Veröffentlichung des Albums nicht zu gefährden.



