Musik

Comeback der Loveparade ist endgültig passé

Nach der Pleite im letzten Jahr wird es auch 2005 keine Neuauflage der Loveparade geben. Man sehe sich außer Stande, bis zum geplanten Termin am 9. Juli noch die benötigten Sponsorengelder aufzutreiben, erklärten die Veranstalter.

Die Nachricht aus Berlin überrascht im Grunde niemanden mehr: Nach der Pleite im letzten Jahr wird es auch 2005 keine Neuauflage der Loveparade geben. Man sehe sich außer Stande, bis zum geplanten Termin am 9. Juli noch die benötigten Sponsorengelder aufzutreiben, erklärten die Veranstalter. „Wir bedauern sehr, dass wir die Berliner Loveparade in diesem Jahr nicht ermöglichen können. Wir werden alles daran setzen, in konstruktiven Dialogen mit dem Land Berlin, der Wirtschaft und den Medien eine Lösung für ein Comeback der beliebten Berliner Parade im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft zu finden,“ erklärte Sünje von Ahn als Sprecherin der Loveparade GmbH gegenüber dem „Tagesspiegel“. Für die Planung im kommenden Jahr müssten allerdings wieder „alle Beteiligten gemeinsam“ an einem Strang ziehen und weiter Gesprächsbereitschaft zeigen.

Nach dem Absprung von Samsung und T-Mobile als potenzielle Sponsoren fehlten den Organisatoren bis zuletzt mindestens 500.000 Euro. Nun wollen die Gesellschafter der Loveparade GmbH zunächst einen Nachfolger für den an Weihnachten ausgeschiedenen Geschäftsführer Fabian Lenz finden. In der Folge soll ein neues Konzept für den Techno-Umzug erarbeitet werden. Nach Informationen des „Tagesspiegel“ sollen dabei DJ Paul van Dyk und seine Frau Natascha tragende Rollen übernehmen.

Bei der Berliner Landesregierung herrscht nun Enttäuschung über die Absage, nachdem einzelne Politiker die Loveparade noch vor einer Woche selbst für „mausetot“ erklärt hatten. Senatssprecher Michael Donnermeyer findet es „schade, denn grundsätzlich ist es kaum vorstellbar, dass so eine starke Marke wie die Loveparade keine Sponsoren findet“. Wirtschaftssenator Harald Wolf, der zuletzt Zweifel an der Organisationsfähigkeit der Veranstalter äußerte, ließ seinen Sprecher Christoph Lang nun ausrichten: „Die Geschichte der letzten zwei Jahre hat gezeigt, dass man die Sache professioneller hätte weiterentwickeln müssen, damit sie überleben kann.“

Mehr zum Thema