Musik

Coldplay auf Elektro-Trip

Country? Passé. Die Zukunft liegt im Synthiesound.

Eigentlich ist Kreativität ja was Schönes. Aber wenn man mit zu viel davon gesegnet ist, kann das auch in einem Teufelskreis enden. In einem solchen bewegen sich gerade Coldplay, wie es scheint. Denn nachdem Frontmann Chris Martin noch angekündigt hatte, als nächstes ein Country- und HipHop-beeinflusstes Album zu veröffentlichen, ist die Geschichte drei Monate später schon wieder vergessen.

Alles Quatsch, meint jedenfalls Bassist Guy Berryman. Zwar stimmt es, dass die Band kollektiv Legenden wie Johnny Cash und Willie Nelson verehre, mit einem eigenen Country-Album könne man bei den Fans aber nie durchkommen. Dennoch streben Coldplay an, beim nächsten Gang ins Aufnahmestudio einen „komplett anderen Sound“ zu kreieren. Schließlich sei es das, was sie alle am besten beherrschten.

A Space Odyssee

Dass die bisherigen drei Alben sich nicht sonderlich voneinander unterscheiden, liegt laut Berryman daran, dass die Band eine Trilogie schaffen wollte. Jetzt sei es aber an der Zeit, sich weiterzuentwickeln und ein wenig zu experimentieren. Helfen sollen ihnen dabei allerlei elektronische Gerätschaften.

Komplett abheben werde man aber nicht: „Wir werden immer Songs und Melodien haben. So was Abstraktes wie Tangerine Dream werden wir nie machen.“