Musik

Chinas größte Suchmaschine will keine Piratenmusik mehr finden

Die größte Suchmaschine Chinas hat dem Drängen westlicher Rechteinhaber nachgegeben und Trefferlisten mit Links zu illegalen Musikangeboten im Netz gesperrt. Baidu.com verzichtet damit auf einen gehörigen Teil seines Traffics, wahrt indes seine Chancen für den geplanten Börsengang in den USA.

Baidu.com, die größte Suchmaschine Chinas, hat dem Drängen westlicher Rechteinhaber nachgegeben und Trefferlisten mit Links zu illegalen Musikangeboten im Netz gesperrt. Auf Bestreben der Datenüberwachungs- und Lizenzmanagementfirma R2G habe Baidu.com auf die Verweise zu den Piratenwebsites verzichtet, berichtet die „Financial Times“. Insgesamt will Baidu.com die Links zu Websites mit mehr als 50.000 nicht lizenzierten Songfiles aus den Suchalgorithmen gestrichen haben, sagte R2G-COO Scarlett Li.

Das Eingehen auf die Wünsche der Urheber dürfte mit den Börsenplänen von Baidu.com zu tun haben. Die Chinesen wollen sich demnächst in New York an der Nasdaq listen lassen und rechnen mit IPO-Erlösen von bis zu 80 Mio. Dollar. Laut dem Antrag, den die Suchmaschinenbetreiber bei der US-Börsenaufsicht eingereicht haben, stammen 22 Prozent des gesamten Baidu-Traffics aus Suchanfragen nach MP3-Dateien.

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