Die chinesische Regierung will einen eigenen Gerichtshof für Verstöße gegen das Recht auf geistiges Eigentum ins Leben rufen. Das Pirateriegericht soll als Teilbereich des obersten Gerichtshofs im Reich der Mitte Klagen von chinesischen und ausländischen Urhebern verhandeln. Im Rahmen ihres Rechenschaftsberichts erklärten Justizvertreter der Volksrepublik, dass das Rechtssystem im Bereich Piraterie reformiert und die Richter in den Provinzen besser in Fragen der Produktpiraterie ausgebildet werden sollen. Im Jahr 2005 hätten chinesische Gerichte mehr als 16.000 Zivil- und über 3500 Strafprozesse gegen Urheberrechtsverstöße geführt, so die Justizbilanz.
Gut 2900 Menschen seien im Rahmen dessen mit Haftstrafen belegt worden. Die obersten Richter beteuerten, dass die chinesische Justiz mit der exorbitant hohen Pirateriequote des Landes nicht einverstanden sei, und zeigten sich zuversichtlich, dass künftig mehr Verstöße zur Anzeige gebracht und verhandelt würden.


