Tokio Hotel, eine blutjunge Band aus Sachsen-Anhalt, mischt die Singlescharts auf. In den MusikWoche Top 100 schießt das Magdeburger Teenagerquartett mit seiner Debütsingle „Durch den Monsun“ von null auf eins. „Das große Potenzial der Band war abzusehen, aber gleich mit einer Nummer eins konnten wir nicht rechnen“, erklärt Britta Ostermann, Produktmanagerin Pop / Mainstream bei der Universal Music Domestic Division (UDD), zum Triumph von Tokio Hotel. Das Quartett um die 15-jährigen Zwillingsbrüder Bill und Tom Kaulitz entspreche einerseits dem Trend zu deutschsprachigen Songs. „Vor allem aber gibt es nicht viele Jungenbands in diesem Alter mit Instrumenten statt Choreografie in den Charts“, so Ostermann.
Im Unterschied zu den Boygroups sprächen Tokio Hotel neben den Mädchen eben auch viele männliche Teenager an, „weil sie nicht so glatt, geleckt und retortenmäßig sind, sondern ihren eigenen Stil haben und musikalisch auch härtere Töne anschlagen als die Boygroups“. Auf dem Weg an die Spitze half weniger ein früher Auftritt von Bill Kaulitz in der Castingshow „Starsearch“ (er fiel durch) als vielmehr Powerplay des Videos bei Viva sowie die Unterstützung der „Bravo“ und anderer Jugendmagazine, „die an das Thema geglaubt haben“. Am 19. September kommt das Debütalbum, „Schrei“, in den Handel. Die Konzertagentur Meistersinger plant Mitte Oktober eine größere Deutschlandtour der Band



