Musik

Charts KW51: Bro’Sis macht es den No Angels nach

„Alte“ und „neue“ RTL II-„Popstars“ mischen ebenso wie „lange“ und „breite“ Singles die Charts auf. Epic überschüttet derweil seine Top-Künstler mit Gold und Platin.

Das TV-Format „Popstars“ hat mit Bro“Sis erneut eine Gesangsformation hervorgebracht, die die Charts im Sturm nimmt. „I Believe“, die Debütsingle der geschlechtlich gemischten Gruppe, erreicht auf Anhieb Platz eins der deutschen Singles-Hitliste – wie Anfang dieses Jahres die „Popstars“-Vorgängerinnen No Angels mit „Daylight In Your Eyes“. Die Bro“Sis-Single verkaufte sich laut Polydor 800.000mal in der Startwoche und habe damit einen neuen Rekord aufgestellt. Die Protagonistinnen der ersten „Popstars“-Staffel geraten aber mit dem Triumph von Bro“Sis keineswegs in Vergessenheit, sondern verzeichnen parallel dazu steigende Charts-Werte: Mit dem Album „Elle’ments“ verbessern sich die No Angels von Platz 15 auf sechs. Die aktuelle Single „Atlantis“, ihre Kollaboration mit Donovan, klettert von sechs auf fünf.

Nachdem Stefan Raab seinen neuen Hit, „Wir kiffen“ (Rang drei), als „breiteste Single der Welt“ titulierte, antwortet jetzt Wolfgang Petry mit „Die längste Single der Welt – Teil 3“ (Rang 15). Der neueste Hitmix des Freundschaftsbändel-Liebhabers übertrifft mit einer Spieldauer von 22 Minuten und 57 Sekunden Raab-Titel, der nur läppische 16 Minuten 44 Sekunden zählt, um Längen.

Epic freut sich über eine Welle von Edelmetallauszeichnungen. So erntete Anastacia für ihr Album „Freak Of Nature“ (nach wie vor auf Platz zwei) Gold in nur einer Woche, für ihre Debüt-CD „Not That Kind“ gab es inzwischen Doppel-Platin. Wie warme Semmeln verkaufen sich auch die aktuellen Tonträger von Sarah Connor: Ihre Single „From Sarah With Love“, die in der dritten Woche auf eins steht, hat Platin, das Album „Green Eyed Soul“ (Position drei) Gold. Hinzu kommen Platin für die Alben „J.Lo“ von Jennifer Lopez und „Invincible“ von Michael Jackson (diese Woche auf 44) sowie Gold für „A Funk Odyssey“ von Jamiroquai (83).

Künstler, die in diesem Jahr aus ihrem Leben gerissen wurden, existieren in den Herzen der Fans weiter, was sich auch in den Charts niederschlägt. So finden sich bei den Singles die letzten Veröffentlichungen von Melanie Thornton (sieben), Aaliyah (41) und Passion Fruit (82). Bei den Alben rangiert „Ready To Fly“ von Melanie Thornton auf neun und „1“ von den Beatles nach dem Tod von George Harrison als Wiedereinsteiger auf 67.