Musik

Charts KW50: Posthume Erfolge von Melanie Thornton

Nicht nur das musikalische Vermächtnis einer tragisch ums Leben gekommenen Künstlerin steigert die Frauenquote in den vorderen Regionen der Charts. Derweil kiffen Afroman und Stefan Raab verbal um die Wette.

Superstar Robbie Williams reitet weiter auf der Erfolgswelle. In Deutschland liegt sein Album „Swing When You’re Winning“ absatzmäßig bereits im Bereich von Doppelplatin. Außer in Deutschland und Großbritannien ist die Platte auch Spitzenreiter in Irland, Österreich, der Schweiz, in den Euro-Charts und in Neuseeland.

Auf die Medaillenplätze hinter dem swingenden Robbie katapultieren sich in den deutschen Longplay-Charts zwei Künstlerinnen, deren Produkte bei Epic im Vertrieb sind. Anastacia entert die Hitliste mit „Freak Of Nature“ auf Platz zwei und egalisiert damit die höchste Position ihres Dauerbrenners „Not That Kind“, der sich 71 Wochen in den Top 100 hielt. Ohne Anlauf auf Platz drei springt Sarah Connor mit ihrem Debütalbum „Green Eyed Soul“, das beim Label X-Cell erschien. Die 21-jährige Chanteuse verteidigt zugleich die Führungsposition bei den Singles mit ihrer Ballade „From Sarah With Love“.

Ihre Erfolge tragischerweise nicht mehr erleben kann Sarah Connors X-Cell-Labelmate Melanie Thornton. Die weihnachtliche Single „Wonderful Dream (Holidays Are Coming)“ aus der Coca-Cola-Werbung, das posthum veröffentliche Vermächtnis der tödlich verunglückten Sängerin, entert die Singles-Hitliste auf Platz neun. Ihr Album mit dem mittlerweile makaber anmutenden Titel „Ready To Fly“ ist Wiedereinsteiger auf Rang elf.

Bei den Singles sind Titel über das Rauchen berauschender Substanzen gefragt. So rangiert Afroman mit „Because I Got High“ weiter auf Platz zwei. Von null auf drei setzt sich der unermüdliche Stefan Raab mit der in seiner Fernsehsendung „tv total“ (ProSieben) ausgiebig zelebrierten Nummer „Wir kiffen“. Die laut Raab „breiteste Single der Welt“ wartet mit einer bemerkenswerten Spieldauer von 16 Minuten und 44 Sekunden auf.

Die langlebigsten Spitzenreiter in den US-Charts stammen in diesem Jahr von drei R&B-Ladies. Noch führt in dieser Statistik Janet Jackson, die mit „All For You“ sieben Wochen lang auf dem obersten Siegespodest verweilte. Ihr bedrohlich nahe kommt jetzt Mary J. Blige, die mit „Family Affair“ nunmehr die sechste Woche auf dem Platz an der Sonne verbringt – ebenso lange wie zuvor auch Alicia Keys mit „Fallin'“.