Ein Trio von Neueinsteigern nimmt in dieser Woche das Siegerpodest der deutschen Longplay-Charts ein. Von null auf eins katapultiert sich dabei wie auch in Großbritannien erwartungsgemäß Robbie Williams mit seiner Rat-Pack-Referenz „Swing When You’re Winning“. Damit landet der Star der Stunde seinen zweiten deutschen Longplay-Spitzenreiter in Deutschland. Dabei wiederholt der pfiffige Tausendsassa albumtitelmäßig den Triumph von „Sing When You’re Winning“ aus dem Vorjahr allein durch die Addition eines Buchstabens – ein seltenes Meisterstück an Ökonomie.
Als Mitglied von Take That verbuchte er mit „Nobody Else“ (1995) und „Greatest Hits“ (1996) zwei weitere Nummer-eins-Alben in Deutschland, während er sich mit seinen ersten beiden Solowerken „Life Thru A Lens“ (1997) und „I’ve Been Expecting You“ (1998) noch mit den Rängen 42 respektive 16 zufrieden geben musste. Im Vereinigten Königreich erklomm Williams indes mit allen vier Solo-Alben den Charts-Gipfel.
Auf Rang zwei der deutschen Longplay-Hitliste setzt sich Mick Jagger mit „Goddess In The Doorway“ und verbessert damit seine bisherige Rekordnotierung als Solist, die er seit 1993 mit „Wandering Spirit“ auf Rang drei innehatte. Mit den Rolling Stones stand er sechsmal auf eins.
Ebenfalls eine neue interne Bestleistung bei den Alben stellt die Lighthouse Family mit „Whatever Gets You Through The Day“ auf Position drei auf nach Platz fünf mit „Postcard From Heaven“ 1997. Im gleichen Jahr konnte die Soul-Pop-Gruppe mit „Loving Every Minute“ auch über ihre bislang einzige deutsche Nummer-eins-Single jubilieren.
Höchster Neueinsteiger bei den Singles ist auf Platz fünf die neue Version von „Atlantis“ von den No Angels im Verbund mit Donovan, dem Interpreten des Originals. Das eroberte 1969 den deutschen Charts-Thron. Anschub bekam „Atlantis“ durch eine Live-Präsentation bei „Wetten, dass…?“, was auch bei den Alben für die aktuellen Werke von Sting (von elf auf fünf), Alicia Keys (von 24 auf zehn) und André Rieu (von 57 auf 26) zutrifft.
Königin der Euro-Charts ist Kylie Minogue, die mit „Can’t Get You Out Of My Head“ seit neun Wochen ununterbrochen ganz vorn steht.



