In heimischen Gefilden bestimmen Betrachtungen über die Liebe und das Leben die Media-Control-Listen. An die ewige Liebe glaubt Gigi D“Agostio mit dem Song „L’Amour Toujours“, der von zehn auf drei klettert, während die Mitglieder von Milk & Sugar vs. John Paul Young feat. Jack Flash himmelwärts schauen: „Love Is In The Air“ (Rang 33). Drei Positionen tiefer fordert Shaggy „Luv Me, Luv Me“, während Ayman auf Platz 87 weniger fordernd feststellt: „Du bringst die Liebe mit“. „Das muss doch Liebe sein“, meinen indes die Flippers, die von Rang 19 auf elf hüpfen. Tiefgründig gibt sich die neueingestiegenen Gruppe Pulp: „We Love Life“ erreicht Platz 25. Nicht einig sind sich die Mitglieder von Starsailor, die behaupten, „Love Is Here“ (Position 26) und der Sänger Ja Rule, der erklärt: „Pain Is Love“ (69).
Auch klingen die Nachwirkungen der Attacken auf die USA allmählich ab. Kylie Minogue erobert bei den Longplays die Spitzenposition von Enya zurück und auf Rang 71 steigt nun das Album der US-Progressive-Rocker Dream Theater, „Live Scenes From New York“, ein, nachdem die VÖ der LP zunächst verschoben und das Cover geändert worden war.
In den Vereinigten Staaten lässt die Anteilnahme nicht nach. Whitney Houstons Version der Nationalhymne „The Star Sprangled Banner“ erhielt jüngst den Platinum-Award der RIAA für eine Million verkaufte Einheiten. In den aktuellen Billboard-Singles-Charts stellt Country-Sänger Lee Greenwood mit dem Song „God Bless The USA“ den höchsten Aufsteiger bei den Singles – er klettert von Platz 84 auf 37. Auf Rang 44 unterstützt „Where The Stars And Stripes And The Eagle Fly“ von Aaron Tippin patriotische Gefühle.
Diese finden auch auf der Pole Position bei den Longplays ihren Niederschlag. Von null auf eins entert hier die Compilation „God Bless America“ die Billboard Top 200. Damit bricht die Zusammenstellung unter anderem einen US-Charts-Rekord, den bislang die Beatles gehalten hatten. Da nämlich die Compilation die Hymne „America The Beautiful“ in einer Version von Frank Sinatra enthält, der bereits 1958 mit einem Album die Spitzenpostion belegt hatte, liegen nun 43 Jahre und neun Monate zwischen einer ersten und einer aktuellen Nummer eins.



