Musik

Charts KW42: Auch Petry kann Enya nicht verdrängen

Selbst der erfolgreichste deutschsprachige Solokünstler der letzten Jahre vermag Enya nicht vom Charts-Thron zu stoßen. Gut gehen auch Garbage, deutscher HipHop und Cecilia Bartolis Gluck-Arien.

18 Neueinsteiger wälzen die deutschen Longplay-Charts um, zumal sich deren 15 gleich unter den Top 50 platzieren. Am besten schneidet davon Wolfgang Petrys Album „Achterbahn“ ab, das von null auf zwei schießt, und damit seine Stellung als einer der zugkräftigsten deutschen Musiker untermauert. An der unbezwingbaren Enya kommt aber selbst der erfolgsverwöhnte Schlagerstar nicht vorbei. Die Irin behauptet nicht nur mit der CD „A Day Without Rain“ wie mit Single „Only Time“ die Führung, sondern klettert auch mit ihrem 1997 erschienenen Best-Of-Sampler „Paint The Sky With Stars (The Best Of)“ von 60 auf 49.

Den zweithöchsten Einstieg landet die Gruppe Garbage mit dem Album „Beautifulgarbage“, das auf Platz sechs fast ihre bisherige Höchstposition egalisiert. 1998 erreichte die Formation mit Version 2.0 Platz vier.

Stark gefragt ist deutscher HipHop. Mit „Von Innen nach Aussen“ von Curse auf Platz neun, dem „Demotape“ von Fettes Brot (elf) sowie „Eins A“ von Blumentopf (16) debütieren gleich drei neue Longplay-Produktionen im Vorderfeld der Hitliste.

Immer öfter in den Charts finden sich Alben von Universal CJFE. Nach dem Triumph mit Jazz-Star Diana Krall zieht nun mit Cecilia Bartoli eine Diva des klassischen Gesangs nach. Mit der CD „Gluck – Italian Arias“ debütiert die Echo-Klassik-Preisträgerin auf Platz 50. Dies ist ein neuer Höchstwert für die Italienerin, die mit „The Vivaldi Album“ bis auf Rang 66 kam und fünf Wochen in den Charts stand. Diesmal rechnet Peggy Schmidt, Label Manager Decca, mit guten Chancen für eine längere Verweildauer, da eine Kampagne zum Weihnachtsgeschäft, anstehende Presseberichte in „Zeit“ und „Spiegel“ und eine Tour Anfang 2002 einigen Schub für das Album versprechen.

Königin der britischen Charts ist Kylie Minogue: Mit der Single „Can’t Get You Out Of My Head“ liegt sie bereits in der dritten Woche an der Spitze, und das Album „Fever“ setzt sich aus dem Stand ebenfalls auf Rang eins. Ein Comeback auf Platz sieben feiert David Cassidy mit dem Sampler „Then And Now“. Der einstige Teenieschwarm stand zuletzt 1974 mit „Cassidy Live“ unter den britischen Longplay-Top-Ten.