Musik

Charts KW41: Vier auf einen Streich aus Hannover

Fest in Frauenhand befinden sich die vorderen Positionen in den deutschen Hitlisten. Urwüchsige Manneskraft verkörpert hingegen die stürmische Metal-Riege von SPV.

Solokünstlerinnen beherrschen derzeit eindeutig das Geschehen in den deutschen Charts. So verteidigt bei den Singles Enya mit ihrer Trauerhymne „Only Time“ die Führung vor Soul-Stern Alicia Keys mit „Fallin'“ und Pop-Diva Kylie Minogue mit dem Bekenntnis „Can’t Get You Out Of My Head“. Bei den Alben finden sich Enya mit „A Day Without Rain“ und Alicia Keys mit der CD „Songs In A Minor“ ebenfalls auf den Rängen eins und zwei ein.

Die starke Damenriege in den Spitzenpositionen vervollständigen Tracy Chapman, die mit ihrem Karriererückblick „The Collection“ von sieben auf vier springt, und Heather Nova mit dem Neueinstieg ihres Albums „South“ auf fünf. Damit erreicht die auf den Bermudas geborene Sängerin nicht nur ihre bislang höchste Position in Deutschland, sondern beschert auch ihrer Plattenfirma V2 ein neues Rekordergebnis.

Frohlocken über das Chartsergebnis dieser Woche kann auch das Team von SPV. Manfred Schütz und sein Team verbuchen gleich vier Neueinsteiger bei den Longplayern – sämtlich aus dem Segment „Hard & Heavy“. Die Gruppe Saxon schnellt mit dem Album „Killing Ground“ auf Position 26 und kann damit zugleich 20-jähriges Jubiläum in den deutschen Charts feiern.

1981 tauchte die englische Hardrock-Institution mit „Denim And Leather“ erstmals in den Top 100 auf und kam bis auf Rang 37. Die Essener Speed-Metal-Combo Kreator zelebrieren eine „Violent Revolution“ auf Platz 38. Den vierfachen SPV-Coup komplettieren die norwegischen Metaller von Tristania mit „World Of Glass“ auf 66 und „The Best Of Bruce Dickinson“, die Solo-Werkschau des Sängers von Iron Maiden (72).

Für eine Jazzplatte bemerkenswerte Triumphe in den internationalen Pop-Charts verbucht Diana Krall mit „The Look Of Love“. In den USA debütiert die CD nach Verkäufen von 94.000 Exemplaren innerhalb der ersten Verkaufswoche auf Rang neun – was bislang keinem traditionellen Jazz-Album gelang. In den Top 100 von Media Control stieg die CD des Traditionslabels Verve im Vertrieb von Universal CJFE bereits letzte Woche auf Rang 15 ein (diese Woche 21), ebenso wie in Großbritannien auf 23. Gar Platz eins melden Kanada und Portugal, Frankreich Rang fünf und Spanien Position 17.