Musik

Charts KW39: Capitol macht Furore mit bewährten Kräften

Capitol belegt dank der neuen Alben von Pur und Iron Maiden die beiden Top-Plätze in den Longplay-Charts. Auch norwegischer Metal, wea-Talente und Stefan Raabs favorisiertes Country-Trio liegen im Trend.

Zwei wohlbekannte Bands erweisen sich als zuverlässige Umsatzbringer und sorgen für eine Doppelführung für Capitol in den deutschen Longplay-Charts. Pur stürmen wie schon mit der Vorab-Single„Ich denk an dich“, auch mit dem Album, „Was ist passiert?“, von null auf eins und haben Platin eingefahren. Im Zuge der VÖ und eines TV-Specials im ZDF ist auch der Sampler, „Hits Pur – 20 Jahre eine Band“, auf 23 erneut in den Charts präsent. Es ist das sechste Nummer-eins-Album der beliebten Combo aus Schwaben.

Eine zweite Trumpfkarte zieht Capitol mit „Dance Of Death“, dem neuen Album von Iron Maiden, aus dem Ärmel. Die ehrenwerten Metaller belegen damit Platz zwei und feiern ihre höchste deutsche Chartsposition überhaupt. „Sehr stolz“ über die Doppelspitze ist Managing Director Sylvia Kollek: „Nicht zuletzt durch diesen Erfolg hat Capitol bei den Longplays einen sensationellen Chartsanteil von fast 33 Prozent erreicht. Das Niveau wollen wir natürlich halten, und die Megaveröffentlichungen von Robbie Williams im September und Kylie Minogue im November werden uns dabei unterstützen.“

Die Black-Metal-Band Dimmu Borgir springt mit dem Album „Death Cult Armageddon“von null auf zwölf. Das ist der zweithöchste Einstieg für ihr Label Nuclear Blastnach dem zweiten Platz für „Warriors Of The World“ von Manowar im vergangenen Jahr. Dimmu Borgir erfreuen sich auch in anderen europäischen Ländern größter Beliebtheit. In ihrem Heimatland Norwegen nimmt „Death Cult Armageddon“ Platz zwei ein, in Finnland Rang neun. Österreich vermeldet Rang 14, Frankreich 35, und in den Niederlanden ist das Album an 42. Stelle notiert.

Freude über erfolgreiche Nachwuchskünstler kommt bei wea auf. So ist der in Deutschland gesignte Schweizer Pop-Adonis und Mädchenschwarm Patrick Nuo mit seinem Album „Welcome“ auf Rang 13 neu in den Top 100 Longplay dabei. Und der talentierte Hamburger DJ Special D. erreicht nach Rang 13 für seine Nena-Coverversion, „Come With Me“, nun mit „Home Alone“ auf Anhieb Platz 17 in der Singles-Hitliste. Wie bereits im Frühjahr bei ihrer ersten Deutschland-Tour verschafft ein Auftritt bei ihrem Fan Stefan Raab in „tv total“ vom 9. September den Dixie Chicks auch während ihrer aktuellen Konzertreise durch die Bundesrepublik mächtigen Charts-Rückenwind. Das Album „Home“ geht von 70 auf 29. Es ist derzeit auch in einer speziellen Tour-Edition erhältlich, die neben der CD eine DVD enthält, die ein Live-Konzert der Country-Ladies im Kodak Theater in Los Angeles dokumentiert.

Überhaupt sind DVDs momentan stark gefragt. So rangiert Cher mit „The Farewell Tour“ auf Rang 65 der Top 100 Longplay einen Platz vor „The Last Waltz“ von The Band, der Bildtonträgerversion von Martin Scorseses Film zum legendären Abschiedskonzert des Quintetts. „The Robbie Williams Show“ schafft ein Charts-Comeback auf 80. „Classic Albums: The Dark Side Of The Moon“, die DVD-Dokumentation zur Entstehung des berühmtesten Albums von Pink Floyd, liegt auf Position 88. Auf 99 ist als Wiedereinsteiger mit „The Wall: Live In Berlin“ auch der frühere Pink-Floyd-Kopf Roger Waters per DVD vertreten. Mit „Live At Wembley Stadium“ von Queen (von 87 auf 62) und „The Definitive Collection“ von Abba (97 auf 82) klettern zwei Produktionen nach oben, die es sowohl auf DVD als auch auf CD gibt.

In den Singles-Charts finden sich zwei Songklassiker in Remix-Versionen von Star-DJs. Die Maxi „Sympathy For The Devil“ von den Rolling Stones in Bearbeitungen von Fatboy Slim und den Neptunes schiebt sich von 36 auf 18. Neu auf 51 im Rennen ist „Rubberneckin'“, eine Nummer von Elvis Presley, im Mix von Paul Oakenfold.

Auf Platz 30 startet Jasmin Wagner mit der Single „Leb‘ Deinen Traum“ ihre zweite Karriere im Musikbusiness. Als Blümchen hatte sie in den Neunzigern vier Top-Ten-Hits: „Herz an Herz“ (Platz vier) und „Kleiner Satellit (Piep, piep)“ (neun) reüssierten 1996, „Nur geträumt“ (sechs) und „Gib mir noch Zeit“ (neun) 1997.